Erhard, Carl Friedrich Eduard

Erhard, Carl Friedrich Eduard, Historienmaler , geb. zu Grau- denz 1799, dgest. zu Merseburg 1832. Dieser hoffnungsvolle Künstler erhielt den ersten Unterricht in der Malerei auf dem Magda- lenäum zu Breslau , und in seinem 14. Jahre besuchte er die Aka- demie zu Dresden , wo er bis zu seinem 18. den Kunstudien ob- lag. Im Jahre 1817 und 18 schickte er der Berliner Kunstakademie seine ersten Versuche in der Ölmalerei zu, die sehr günstig beur- theilt wurden, weshalb der Künstler eine königliche Unterstützung erhielt. Im Jahre 1810 lieferte er seine beiden ersten Com- positionen, Hebe, und Venus mit Amor zur Kunstaustellung in Berlin, wo er im Jahre 1820 an Direktor Schadow einen Gönner fand. Später hielt er sich bei seinen Eltern in Magdeburg auf, wo er durch seine sprechend ähnlichen Portraits Ruf und Verdienst erwarb. Im Sommer des Jahres 1820 reiste er als Pensionär der Kunstakademie zu Berlin nach Hallen, wo er sich vier Jahre in Rom aufhielt. Während dieser Zeit fertigte er eine Menge Skiz- zen und Gemälde , deren mehrere der Verein der Kunstfreunde in Berlin erwarb, und dieser ertheilte ihm auch den Auftrag zur Ausführung einer seiner historischen Skizzen im Grossen, Moses darstellend, wie er Wasser aus dem Felsen schlägt. Der erwähnte

Erhard, Johann Christoph. † 1839

Kunstverein kaufte auch mehrere Genrebilder von Erhard, wodurch sein längerer Aufenthalt in Italien erleichtert wurde. Er besuchte auch die Umgebung Roms, Neapels und anderer Städte und auf diesen Ausflügen verfertigte er eine große Anzahl Landschaftsskizzen. Im Spätherbst des Jahres 1830 kehrte er endlich in seine Heimath zurück, wo er in Merseburg mehrere in Italien angefangene Genrebilder vollendete. Es wurden ihm mehr Aufträge zu Teil, als er befriedigen konnte; allein der Tod setzte in der Blüthe seiner Jahre seinem Streben ein Ende.

Erhard hatte eine fruchtbare dichterische Erfindungsgabe und das Talent, das Charakteristische der darzustellenden Person genau zu fassen. Auch ist die Zeichnung überall korrekt.

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