Erdmannsdorf, Friedrich Wilhelm, Freiberr von, ein gros- ser Kenner und Beförderer der Kunst, geb. zu Dresden 1736, gest. zu Dessau 1800. Er studierte auf der Universität in Wittenberg , und später zeichnete er sich auf seinen Reisen in Frankreich , Eng- land und Italien , die er mit dem Fürsten von Dessau machte, in
der Baukunst aus. In Rom studierte er unter Clerisseau die Ueber- reste der alten Architektur und nach seiner Rückkehr verwendete er seine Kenntnisse zur Cultur des Dessau’schen Landes. Er er- munterte und bildete Künstler, richtete sein Haus gleich einer Aka- demie ein und auf seinen Rath wurde 1706 die chalkographische Gesellschaft in Dessau gestiftet. Rom besuchte er dreimal, und die hier gezeichneten architektonischen Studien machte er 1707 durch die bezeichnete Gesellschaft bekannt. Seine praktischen Kenntnisse in der Baukunst zeigte er durch das Schloss zu Wörlitz und durch das Landhaus in Lütsizum, welche nach seinen Plänen ausgeführt wurden. Auch verdankt man ihm die schönen Anlagen, wodurch der Fürst Dietrich die Gegend um Dessau in einen großen Park umänderte.
Dieser rühmliche Mann starb 1800. Rode hat 1801 seine Bio- graphie herausgegeben.
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