Elzheimer oder Elsheimer, Adam, Maler, wurde 1574 zu Frankfurt geboren, und daher nannten ihn die Italiener Adamo di Francoforto oder nach seiner Nation Adamo Tedesco. Er war der Sohn eines Schneiders, aber seine Neigung zog ihn vom Handwerk zur Kunst, worin er von Ph. Uffenbach Unterricht erhielt. Nachdem er verschiedene Städte Deutschlands gesehen, reiste er auch nach Italien , um da die Denkmäler der Kunst zu studieren, was er auch mit Eifer und Zeitaufwand gethan hat. Er zeichnete in Rom viele Denkmäler der Vorzeit und auch der Natur widmete er ein sorgfältiges Studium, aber diese Genauigkeit raubte ihm Zeit und dadurch auch den Unterhalt, den er für eine zahlreiche Familie suchen musste.
Er gerieth immer tiefer in Armut und zuletzt in den Schuldenthurm, aus welchem sich der zu langsam arbeitende Künstler bei allem Fleisse doch nicht befreien konnte. Man sagt auch, dass er im Gefängnisse 1620, erst 40 Jahre alt, gestorben sei; nach einer andern Angabe soll ihn jedoch Rubens aus seiner Haft befreit haben. Auch der edle Graf von Goudt, dessen Künstlerleben auf so unwürdige Weise gestört wurde, nahm sich Elzheimer’s mit aller Thätigkeit an, konnte ihn aber doch nicht retten, sondern musste seinen Freund die Beute des Grames werden sehen. Heinrich von Goudt nahm sich nun vor, die Werke des Unglücklichen eigenhändig in Kupfer zu stechen, und die Zahl seiner Stiche beträgt sieben, die von grosser Seltenheit sind. Die Gegenstände dieser Blätter sind: der grosse und kleine Tobias, eine sehr schöne Landschaft, Jupiter und Mercur bei Philemon und Baucis, Ceres, welche ihre Tochter sucht, die Enthauptung des heil. Johannes, die Flucht in Ägypten.
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