Eismann, Johann Anton, Landschafts- und Schlachtenmaler, ir-
rig Leismann, Luismon und Lismann genannt. Er wurde 1604 zu Salzburg geboren und daselbst in den Wissenschaften unterrichtet, besonders in der Mathematik und auch im Zeichnen. In der Folge ergab er sich ausschliesslich der Landschaftsmalerei, worin er Beifall erlangte, da er seine Bilder auch mit Figuren wohl zu staffiren wusste. Von Salzburg begab er sich nach München, wo er einige Zeit für den Hof arbeitete. Man sieht in der kgl. Gallerie zu Schleissheim noch zwei seiner Bilder aus dieser Zeit, eine Land- schaft mit Ruinen und Vieh und eine mit Wasserfall und zwei Männern, die Vieh hüten. Von München begab sich Eismann nach Venedig , und hier verband er sich mit einem gewissen Mat- tia Brisighella, dessen Sohn Carl er an Kindesstatt annahm. Von Venedig begab er sich mit seinem Adoptivsohn, der sich jetzt Carl Eismann Brisighella nannte, nach Verona , wo er mehrere schätz- bare Werke hinterließ, deren Pozzo in den Vite dei pittori Vero- nesi p. 208 f. mehrere erwähnt. Auch mit seinem Vaterlande stand er noch immer in Verbindung; er besuchte es auch mit seinem Sohne, kehrte aber bald wieder nach Italien zurück. Mehrere sei- ner Bilder kamen jedoch nach Deutschland , besonders an den Erz- bischof von Salzburg und in die Lustschlösser des salzburgischen Gebietes.
Die Gemälde Eismann’s erinnern an S. Rosa’s Manier; sie sind mit freiem und keckem Pinsel gemalt und geistreich mit Figuren staffirt, ohne indessen den Werken Salvator’s gleich zu kommen. Der Tod ereilte den Künstler zu Venedig 1698.
Der Buchstabe L. wurde vor seinen Namen wahrscheinlich dess- wegen gesetzt, um ihn mehr zu italienisiren, ganz verfälscht aber scheint der Name Luismon zu sein, der sich auf einer bei J. Wag- ner in Venedig erschienenen Landschaft mit Felsen und Ruinen am Meere befindet. Einige glaubten hierin den Cornel Huysmann zu erkennen.
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