Eine zweite alte Copie dieses Altares, auf Leinwand gemalt,
Eyck, Johann und Hubert van.
In der Kapelle des Stadthauses zu Gent. Im Jahre 17 würden diese Bilder mit vielen andern Gegenständen durch die Franzosen verkauft; so kamen sie in die Hände des H. Hisötte, und von ihm erstand sie Hr. Aders in London , der jetzige Besitzer. Diese Bilder sind von großem Interesse, da sie uns alle Compositionen des innern Altarbildes zusammengeben, während sich die des Originals sowohl, als die der Copie, von Coxcie in verschiedenen Händen befinden.
Im königl. Museum zu Berlin , sind, wie bereits erwähnt, Stücke von dem Hauptwerke der Brüder van Eyck, nämlich von dem großen Altare in Gent : die gerechten Richter, die Streiter Christi, die singenden und musizierenden Engel, die heil. Einsiedler, die heil. Pilger.
Ausserdem findet sich in dieser Sammlung noch ein Christuskopf, der mit den bezeichneten Flügelbildern ehedem in der Solly’schen Sammlung war. Er ist durchaus typisch, mit gescheiteltem Haare und gespaltenem Barte, von einem Heiligenschein in Gestalt eines Kreuzes umgeben. Man liest auf dem Gemälde: Johes de Eyck me fecit et applevit anno 1438.
Hohe Werke von Johann van Eyck bewahrte die Boisserke’sche Sammlung, die jetzt ein Besitzthum des Königs Ludwig von Bayern ist. In dieser Sammlung war das jetzt im Bilderstaf der St. Lorenzkapelle zu Nürnberg befindliche Bildnis des Cardinals Carl von Bourbon, Erzbischofs von Lyon , und Neffen’s Philipp des Guten von Burgund. Der Cardinal, ein Mann von mittleren Jahren, mit dünnem Haar und geschorenem Barte, kniet in einem schön mit Holzwerk gezierten Betstuhl. Hinter ihm ist ein grüner, goldgestickter Teppich und das bourbonische Wappen. Er hat den purpurgefütterten Hermelinkragen über die Brust, und die Hände sind zum Gebete zusammengelegt. In diesem Bilde sind die Umrisse scharf angegeben, aber ausserordentlich wahr und lebendig. Bei strenger Zeichnung herrscht große Freiheit in der Ausführung, Helle der Farben, und doch grosse Rundung und Transparenz, bewirkt durch die sorgfältigsten Lasuren. Wir erkennen in diesem Bilde den vollendeten Meister.
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