Eine von den landschaftlichen Gegenständen, das Innere der berühmten Grotte Corniale bei Triest , führte er in Wien als Ölgemälde fleißig aus, überreichte es dem Kaiser, und wurde dafür mit einer goldenen Medaille belohnt. Bald darauf reiste Fendi nach Salzburg , wo er sich vorzüglich im Landschaftsfache übte, größtenteils Scenen aus dem Leben darstellte und mehrere Landschaften und Skizzen in Öl malte.
Auch in der Steinzeichnung versuchte er sich, und lieferte hierin schätzbare Blätter. Eine große Anzahl von Handzeichnungen, nebst vielen Copien aus den berühmten altdeutschen Gebetbüchern der k. k. Hofbibliothek, verfertigte er in seinen freien Stunden für Dibdin’s Biographical antiquarian and picturesque tour in France and Germany .
Obgleich sich Fendi stets als geschmackvoller und korrekter Zeichner, sowohl in lithographischen Nachbildungen, als in denen des Antikenkabinets bewiesen, so ist doch wohl ohne allen Vergleich aus den bisherigen das Abbild des Sarkophages mit dem Kampfe der Amazonen, des vorzüglichsten Kleinod’s des Kabinets, sein jüngstes Werk. Es ist 30 Sch. lang und 34 hoch, und allerwärts mit größter Sorgfalt ausgeführt. Es zog bei der Exposition die Blicke allgemein auf sich.
Zugleich versuchte sich der vielseitige Künstler auch in großen Porträts in Öl, welche die erfreulichste Probe geben, wie trefflich er, hinsichtlich der Technik, der Beleuchtung des Hell-Dunkels und eines geschmackvollen Vortrags, die Niederländer in Saft und Blut verwandelt habe.
Die rühmlichste Erwähnung verdienen seine Arbeiten und Entwürfe im Fache der historischen Composition und namentlich der Vaterlandsgeschichte. Nebenbei lieferte er, mit gleicher Vollkommenheit, wie früher zu Dibdin’s Werk, auch die Zeichnungen zu Hormayr’s Geschichte von Wien und zum Taschenbuche Vesta. Ein vorzügliches Gemälde, das er 1824 vollendete, ist Erzherzog Ferdinand und Philippine Welser zu Ambras. Im Raiz, dem Schlosse des Altgrafen Hugo von Salm, ist: Emtma und Eginhard, der Ring der Treue, die Stadt Salzburg und zwei Klosterscenen. Im Belvedere ist sein Lotteriemädchen, ein vorzügliches Werk, so wie
sein Mädchen an der Briefpost, die Aquarelle zu mehreren Gedichten Schiller’s, besonders die zur Glocke etc. Diese Werke verkünden ein reiches Gemüth und poetische Auffassung. Die Wahl der Gegenstände ist glücklich und das Ganze mit sinnigen Episoden geschmückt. Vorzüglich gelungen sind: der Taufzug, die Bekrönung der Braut, die Szene auf dem Friedhofe etc.
Von seinen lithographischen Arbeiten zeichnet sich die Nachbildung eines Gemäldes von Brouwer aus, letzteren und Rembrandt vorstellend.
Nachrichten über diesen Künstler findet man auch in F. v. Hormayr’s Archiv, 1822, Nr. 28, und in der österreichischen National-Encyclopädie, II. Bd. Wien, 1835.
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