Ein schlafender Junge, zur Seite der Todtenköpfe, 1640, 4.
Wenn es zwei Künstler dieses Namens gibt, so stach der eine vielleicht die Darstellungen aus der Zeitgeschichte:
Allegorie auf die Ausrottung der Ketzer und die Rebellion 1628. Satz:en auf die Niederlage der Spanier an der Garignan’s Brücke, 1630.
Die Vermählung des Königs Ladislaus von Polen mit Maria von Gonzaga, 1645.
Der Capitain Picard, eine Satyre auf die Fronde, 1645. Die Salbung Ludwig XIV., 1654.
Der kriegsmüde Spanier, 1650,
Der aus Flandern gejagte Spanier, 1667.
Der Friede als Retter der Nationen, 1697.
Die Jansenisten in Unordnung und Verwirrung. u. s. w.
Gahrlieb, Gustav Casimir, Professor der Arzneikunst und spä- ter Leibarzt des Churfürsten von Brandenburg , malte auch gute und höchst ähnliche Bildnisse in Miniatur: Im Jahre 1685 machte er das Dispensatorium Brandenburgicum bekannt.
Er wurde 1630 zu Grypsholm bei Stockholm geboren.
Gärt, A., ein unbekannter Maler, von welchem die Gallerie zu Salz- dahlen zwei kleine biblische Darstellungen aufbewahrte.
Gbi, Anton, geschickter Bildhauer zu Venedig , wo man Werke von seiner Hand findet. Hier starb er im 83sten Jahre. Seine Werke bestehen in Statuen, Basreliefs und andern Sculpturen in Marmor und Erz, von denen einige in den Privatbesitz kamen. Sein Sohn Franz war ebenfalls Bildhauer.
Gallani, ein lombardischer Maler, malte mit seinen Gehülfen Targ- hini, Cremonini, Mutti und Conti die Decke und Wände des Bibliothek- und Lesezimmer, der Königin im k. Landhause Rosen- stein bei Stuttgart mit höchster Pracht. Auch sind die Rosetten und andere Ornamente der Gallerie und des Speisesaals von diesen Künstlern brillant ausgeführt.
Gajanı, Anton, ein italienischer Kupferstecher unsers Jahrhun- derts. Von ihm sind die Umrisse in dem Werke: L’Eneide di Vir- gilio, dipinta in Scandiano dal celebri Nicolo Abbate etc. Modena 1821, gr. fol. S
Aus dem Titel dieses Werkes geht hervor, dass Gajanı Professor der Kupferstecherkunst an der Akademie zu Modena, und von Bo- logna gebürtig sei. G. Venturini lieferte den Text.
Maria hält das sie umarmende Jesuskind in einer Landschaft, gegeben der kleine Johannes, nach H. Carracci, schönes Blatt in 10110, #
Gall, Franz von Prada, Maler zu München, der sich als Minia- turmaler Beifall erwarb. Man hat von seiner Hand Copien nach Gemälden der k. Gallerie zu München, wo er angestellt war.
Dieser Künstler starb 1810.
Gail, Wilhelm, trefflicher Zeichner und Maler, geboren zu Mün- chen 1804, genoss bis 1831 auf dem k. Gymnasium seiner Vater- stadt seine literarische Bildung und dann wollte er sich an der k. Akademie der Künste unter Prof. Fischer dem Studium der Archi- tektur widmen, zog aber nach drei Jahren die Malerei vor. Im
Jahre 1822 trat er unter die Leitung seines Schwagers, des be- rühmten Peter Hess, und seine Bilder aus dieser Zeit stellen mei- stens Scenen bayerischer Gebirgsbewohner vor. Im Jahre 1822 fand
er Gelegenheit Italien zu sehen, und zuerst bereiste er mit dem k.
b. Geschäftsträger am sardinischen Hofe, Baron von Maltz, Monte und Savoyen. Er fertigte auf dieser Reise mehrere Zeich- nungen nach der Natur und 13 derselben lithographierte er für
die Monuments romains dans les états de Sardaigne, von Malz
herausgegeben. Ein anderes Werk, das nach seinen Zeichnungen in Turin erschien, führt den Titel: Scene populare de Genova.
Mit einem reichen Portefeuille kehrte er endlich 1827 nach Mün- chen zurück, wo er jetzt mehrere italienische Scenen malte und die Herausgabe eines Werkes besorgte, das 1820 unter dem Titel: Erinnerungen an Florenz, Rom und Neapel, in dreißig lithogra- phischen Blättern mit schöner Staffage, in fol. erschien.
Unter seinen Gemälden bemerken wir aus jener Zeit unter an- derem den Neptuntempel zu Pästum und einen Klosterhof zu Vi- terbo.
Als 1828 Graf von Schönborn auf seiner Herrschaft Gaibach dem Könige Ludwig von Bayern ein glanzendes Fest gab, übernahm es Gail, die zu diesem Zwecke verfassten Huldigungsgedichte der acht Kreise Bayerns mit passenden Randzeichnungen zu verzieren. Diese Phantasiegemälde, die in ihrer Anwendung eben so passend und sinnreich, als in der lithographischen Ausführung leicht und gefällig erscheinen, gereichen dem Künstler zu keiner geringeren Ehre als seine früheren Werke. Der Druck wurde in hellblauer Farbe besorgt.
Im Jahre 1830 besuchte Gail Paris, und einen Teil Nordindien, und im folgenden Jahre ging er wieder nach Venedig, wo er mehrere architektonische Monumente malte, so wie denn von dieser Zeit an besonders die Architekturmalerei es war, welche den Künstler in dieser Art beschäftigte. Im Jahre 1832 trat er seine Reise nach Spanien an, wo er sich in dem östlichen Teile 10 Monate aufhielt, um Studien und Zeichnungen von spanischen und maurischen Baudenkmälern zu fertigen. Auch das spanische Volksleben sprach ihn besonders an, und als Resultat seiner Be- mühungen liegt dem Publikum ein treffliches Werk in lithographi- schen Abbildungen vor, unter dem Titel: Erinnerungen aus Spa- nien, in fol. Mehrere seiner Zeichnungen führte er auch in schö- nen Ölmalereien aus: eine Ansicht des Lüwenhofes in der Alhambra zu Granada, im Besitze des Kronprinzen von Bayern, das Sanctu- arium der Moschee von Cordova, die Ruine des Klosters S. Juan de los Reyes etc., alle trefflich staffiert.
Gail radirt auch in Kupfer. Ein Blatt stellt zwei römische Postillons und vier Pferde vor, 1826, qu. 4.
Il carnevale in Roma, 1826, gr. qu. fol.
Gaillard, Mme. s.; Beaurepaire, i.
Gaillard, Robert — Kupferstecher zu Paris, wo er 1722 geboren wurde und um 1785 starb. Man hat von seiner Hand eine bedeutende Anzahl zierlicher Bildnisse und auch historische Blätter.
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