Ein Hans Felber ist auch der Baumeister der Kirche zu Waiblingen in Württemberg, die 1488 vollendet wurde. Der Turm dieser Kirche ist so gebaut

Ein Hans Felber ist auch der Baumeister der Kirche zu Waiblingen in Württemberg , die 1488 vollendet wurde. Der Turm dieser Kirche ist so gebaut, dass man keine Fugen sieht, sondern wie aus einem Stein gebaut zu sein scheint. Dieses war Felber’s Meisterstück. Die Nördlinger Kirche hat er nicht mehr vollendet gesehen, denn dieses geschah 1505, wo der Meister längst nicht mehr lebte. Er müsste schon in hohem Alter gestorben sein, wenn dieses der selbe Hans Felber wäre, der schon 1416 in Augsburg arbeitete. Es scheint indessen hier nicht von einer und derselben Person die Rede zu sein, sondern von zwei Architekten dieses Namens, vielleicht von Vater und Sohn. Der ältere war auch Ingenieur , und dieses ist der Brunnenmeister, der schon vorkommt. Der ältere Hans Felber muss also den Plan der Kirche des heil. Georg in Nördlingen gefertigt haben, und er dürfte nicht lange mehr nach gelebt haben. In diesem Jahre berief ihn Kaiser Sigmund nach Pressburg zur Verfertigung eines Werkes, das nicht genannt wird, es heißt nur, dass der Künstler dabei nicht verpflichtet war, seine Kunst jemanden zu offenbaren. Wahrscheinlich war ihm ein hydraulisches Unternehmen anvertraut.

— Felber, Johann Carl. — Felibien, Andreas. 309

traut, das in Jahr und Tag gefördert war, denn der Kaiser begehrte ihn nur auf ein Jahr; Nach erscheint Hans Felber nicht mehr als Werkmeister der Nördlinger Kirche. Später wurde Nicolaus der Steinmetz (S. N. Eseller) Werkmeister, und Stephan vollendete, von 1405–1505 die kostbaren Gewölbe. In Nördlingen wurde der Künstler Hans von Ulm genannt und, eigens solcher erscheint auch als Baumeister der Kirche in Landau, woher er ebenfalls Hans von Landau genannt wird. Der jüngere Hans Fel- ber war nach unserer Meinung der Baumeister der Kirche zu Wai- blingen, und dieses ist wahrscheinlich derselbe, von dem Hüsgen im artistischen Magazin S. 500 sagt, dass er 1504 den Stein St. Peterskirchhof zu Frankfurt am Main ad pias causas legirt habe. Dieser Hans Felber ist wieder von einem gleichnamigen Mann zu unterscheiden, der 1525 zu Ulm als Zeugwart und Ingenieur auf- genommen wurde. Diesen schickte 1527 die Stadt mit Peter Kölln dem Könige von Ungarn und Böhmen gegen Wien. Im Jahre 1533 wurde er wieder vom Rathe in Ulm angenommen; Vergl. Weyermann’s neue Nachrichten von Gelehrten und Künstlern Ulms.

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