Ein Bildner Euchir, gleichfalls symbolisch oder poetisch willkürlich

Ein Bildner Euchir, gleichfalls symbolisch oder poetisch willkürlich, zog mit Demaratus demm Bacchiaden und dem gleichfalls symbolischen Eugrammos (Wohlstrich, der Maler überhaupt) von

Corinth nach Tarquinii in Etrurien . Dieser Euchir ist der Gesammt-

name der Töpfer oder Verfertiger von Gefässen, die der Eugrammos

bemalte. Corinth ist die Töpferstadt, wo auch die Malerei mit

der Arbeit von Gefässen bei Zeiten in Verbindung trat, und auch

in Tarquinii wurde diese alterthümliche Gefässmalerei wohl schon

Ol. 30 bekannt. Da

Der dritte Euchir war Bildhauer und der Sohn des Eubulides,

ein Athener, welcher die Statue des Hermes von Marmor fertigte,

welche die Pheneaten in einem dieser Gottheiten geweihten

Tempel aufstellten. Plinius erwähnt ihn auch unter jenen Künstlern,

welche Athleten, Bewaffnete, Jäger und Opfernde in Erz sehr gut darzu-

stellen wussten. Dieser Künstler gehört also mit seinem Vater einer

spätern Epoche an, nicht mehr der in ihren Mitteln beschränkten älteren Kunstzeit. Auch die Werke jenes Künstlers scheinen einer in

ihren Stoffen und Mitteln raffinierenden Kunst anzugehören, wie

dieses ein bei Plinius erwähntes berühmtes Werk, ein digitis computans,

beweist. Die Zeit seiner Blüthe lässt sich indessen nicht be-

stimmen.

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