Ein antikes Basrelief, wo eine junge Frau einer Göttin opfert, H. 3 Z. 10 L., Br. 11 Z. 12 L.
Die Vergötterung des Kaiser Claudius, nach der Antike, 1657.
Er war ein Mann von seltenem Sinn, der gut zu zeichnen verstand, wenn er wollte. Im ersten Drucke hat der Adler einen vierstrahligen Blitz, und auf dem zweiten nicht.
Nagler’s Künstler-Lex, IV. Bd. 36
Dieses Apothecose Homer’s, antikes Basrelief, 1658. H. 15 Z. 4 L., Br. 12 Z. 8 L.
Zwei Medusenhäupter, nach der Antike, H. 3 Z. 8 L., Br. 4 Z. 10 °”
Auf zweiten Abdrücken liest man: Medusae capita — 57 — In marmore ap. Marium Piocolomineum. In M. A. Causeus de la Chausse Museum Romanum etc, 1746, fol.
Der Satyr mit dem Tambourin nach der Antike. H. 3 Z. 7 L.,
Die zweiten Abdrücke sind in de la Chausse’s Werk,
Silen auf dem Esel von Faunen und Satyrn begleitet, nach der Antike. H. 5 Z. 6 L., Br. 7 Z. 6 L.
Der zweite Abdruck ist bei de la Chausse,
Das Bacchanal mit dem Silen auf der Erde bei einer Ziege, nach der Antike, in gleicher Grösse, mit dem obigen.
Der Tod der Kinder der Niobe, eine Folge von 5 Blättern, die zusammen einen Fries bilden, von Polidoro da Caravaggio an die Facade eines Hauses zu Rom gemalt.
Die ersten Abdrücke tragen die Buchstaben A—D., ohne Num- mer, die zweiten sind numerirt, und die dritten haben Wester- hout’s Adresse, / i +
Die Tritone und Seeungeheuer, 18 Blätter, von 1 — 18 nume- rirt, und von verschiedener Grösse, 1 — 3 Zoll und wenige Li- nien hoch.
Das nackte Weib, welches sich gegen die Faustschläge eines Faun verteidiget; oval. H. 4 Z. 10 L., Br. 3 Z. 7 L.
Im ersten Drucke ist das Weib ganz nackt, im zweiten hat es eine leichte Draperie an dem rechten Schenkel,
Merkur bringt dem Paris den goldenen Apfel. H. 11 Z. 6 L., Br. 13 Z. 8 L.
Dieses Blatt nennt den H. Carracci als Stecher, Bartsch aber hält es für Galestruzzi’s Werk.
Antike Waffentrophäen, 0 Blätter, nach Polidor, und numerirt, mit dem Titel: Opere di Polidoro da Caravaggio — Roma, 1658.
Trophäen von Waffen und Vasen, 6 numerirte Blätter. Beide Folgen sind schön radirt,
Monument zu Ehren Mazarini’s. Am Sarkophage steht: All’ immortalita del nome del cardinale Giulio Mazarin Romano. Romae 1661. H. 10 Z. 4 L., Br. 7 Z. 5 L. Die ersten Abdrücke sind vor der Inschrift.
Die Blätter in L. Agostini’s Werk: Le gemme antiche figurate. In Roma 1657, 4. ! ]
Strutt erwähnt ein Blatt, welches den Täufer Johannes in der Wüste vorstellt, und das Cabinet Paignon Dijonval ein ande- res mit dem heil. Diego vom Alcala, wie er einen Blinden eilt.
Galilei, Alexander, Architekt, geb. zu Florenz 1601, gest. 1737. Seine Ausbildung erlangte er in England, wo er sich sieben Jahre aufhielt, und nach seiner Rückkehr wurde er Bauintendant Cos- mus III. und Johann Gaston’s. Allein weder in England, noch in Toskana wurde ihm ein Auftrag zu Theil, wodurch er sein Talent zeigen konnte, und dazu verschaffte ihm in Rom Clemenz XII Ge- legenheit. Er führte hier drei bedeutende Werke aus: die Facade der Kirche des heil. Johann der Florentiner, das Portal des Lateran und die Capelle Corsini in der Laterankirche. Schon Michel Angelo fasste den Plan zur Fagade seiner National-Kirche, al-
Gallimard, Claude. — Gallardo, Mateo, 563
lein das Projekt kam nicht zu Stande, Anfanas: wollte man jene Zeichnung nehmen, welche Buonarotti für das Wontisgicc der St. Lorenzkirche zu Florenz bestimmt hatte, allein man hielt es nicht für passend jene ältere Zeichnung beizubehalten, weil man zu Galilei’s Zeit noch glaubte, dass die Architektur auf ihrem Abwege r Vieles vor der alten Zeit voraus habe. Galilei musste eine neue Zeichnung entwerfen, und nach dieser wurde die reich ver- zierte Fassade ausgeführt.
Die Vorderseite der Basilika des heil. Johann in Lateran bietet ausserordentlich reiche Massen. Der Stil derselben ist zwar kei- neswegs musterhaft, aber doch besser als jener der Peterskirche.
Sie zeigt zwei Etagen von zwei Portikus gebildet. J. Vasi hat diese Fassade gestochen.
Das beste Werk des Künstlers ist die Capelle Corsini. Sie ist geschmackvoll verziert, wie man denn überhaupt in der Decoration em Galilei grosses Lob ertheilt. Man bemerkt indessen in seiner ganzen Bauweise eine Annäherung zum Besseren, was zur Zeit des jenes verbildeten und manierirten Styls etwas Erfreuliches ist.
Galimard, Claude, S. Gallimard.
Galinez, Don Martin, ein spanischer Maler, der 1584 in den Carthäuserorden trat. Mehrere seiner Gemälde sind in der Car- thause del Paular.
Dieser Künstler starb 1627 im 80sten Jahre.
Galiot oder Galliot, Jean, Bildnissmaler zu Paris um 1700. Er scheint zu seiner Zeit Ruf genossen zu haben, denn mehrere sei- ner Bilder wurden gestochen, von Edelink, St. Picart, Trouvain und anderen. Sein Meister war Luc Recollet. S. François.
Gehzma, Annunzio, berühmter Miniaturmaler von Trient, der um 1600 zu Mailand arbeitete. Seine Tochter Fede übertraf ihn noch in der Kunst und ihr hat er vielleicht einen Teil seines Ruhms zu verdanken.
Galizia, Fede, berühmte Malerin und Tochter des obigen, wurde 1578 zu Mailand geboren. Der Vater ertheilte ihr die Anfangs- gründe der Kunst und auch sie wählte anfänglich die Miniaturma- lerei, bis sie durch das Studium grosser Meister zur geschichtli- chen Darstellung in Öl angeeignet wurde. Für die Kirche St. Antonio zu Mailand malte sie den heil. Karl mit dem Kreuze und Christus als Gärtner für eine Nonnen-Klosterkirche, und diese beiden Gemälde machten ihr einen Namen. Der grosse Kunst- freund Rudolph II. brachte viele ihrer Bilder an sich, und Fede Galizia ist auch wirklich eine Künstlerin, die in Hinsicht auf Ge- dienlichkeit des Styls und Correktheit der Zeichnung alles Lob verdient. Auf der Ambrosiana zu Mailand ist das treffliche Bild- nis des Paul Moriggio, welches Fede im 18ten Jahre malte,
Das Todesjahr dieser Künstlerin ist unbekannt, doch weiß man, dass sie noch 1616 gemalt habe.
Sie radirte ein Blatt nach Carracci, allein wir können keine nä- heren Anzeige geben.
Gallarati, Francesco Maria, Abt des Klosters di Monte Oliveto zu Mailand um 1775, der auch als Miniaturmaler zu loben ist. Man hat von ihm Istruzione de’ pitlure etc.
Gallardo, Mateo, ein spanischer Maler, Zeitgenosse des A. Cano, aber von geringerer Bedeutung als dieser.
Gallays, P., Kupferstecher zu Paris in der ersten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts, Er stach Vieles für Buchhändler, Bildnisse und Zeitereignisse. Neben andern stach er zweimal das Bildnis des Capitain Bart.
Galle, Philipp, Zeichner und Kupferstecher von Harlem, geboren 1537, gestorben 1612. Er ist das älteste Glied einer Familie, die in der Stecherkunst Epoche machte, doch übertraf ihn sein Sohn Cornelius. Der Vater arbeitete zu Antwerpen und hier errichtete er auch einen Kupferstichhandel. Als Künstler hat er nicht unbe deutende Verdienste; er zeichnete richtig und führte den Stichel mit Leichtigkeit, doch hatte er die Gesetze der Beleuchtung nicht ganz verstanden, und daher fehlt es seinen Blättern oft an Harmonie.
Eine Folge von Bildnissen berühmter Männer: Luther, Calvin, Zwingli, Pirkheimer, Thomas Morns, Dante etc., kl. d4.
Der Tod der Kinder der Niobe, nach G. Romano, gr. qu. fol.
Der Herzog von Alba, Statue 1571, 4.
Die Jünger in Emaus, nach Breughel sen., 1571, gr. qu. 4.
Der Tod der heil. Anna, nach demselben, gr. w. fol.
Die Dreieinigkeit, große Composition, nach J. van Vos. Capitalblatt.
Nackte Krieger, welche bei einem Begräbnisse Menschen würden, nach L. Penni, gr. qu. fol.
Salomon befiehlt den Tempelbau, nach F. Floris, N. qu. fol.
Schätzbar, wie die übrigen Blätter nach diesem Meister.
Das nger Abraham’s, nach demselben, gr. qu. fol.
Die heil. Familie im Zimmer, mit Joseph, der eine Brille trägt, nach T. Zucchero, kl. fol.
Eine symbolische Jai, nach Stradanus.
Martin van Hemskerken, 4.
Wilhelm Philander, 4.
Vita D.l. Catharinae Senensis etc., Antv. apud. Ph. Galleum 1603.
Die Sibyllen mit dem Titel: Jesu Christi dignitatis virtutis et efficientiae preventus Sibyllae decem, nach Blockland, fol.
Die sieben Wunderwerke der Welt, mit den Ruinen des Amphitheaters des Vespasian, 8 Bl. nach Hemskerken, qu. 4.
22 Blätter Darstellungen aus der Geschichte der Medicäer: Medicinae familie gesta, nach J. Stradanus, 1583, qu. fol.
Das Leiden, der Tod und die Auferstehung des Herrn, in 38 Blättern, nach Stradanus.
Acta apostolorum. 35 Bl., mit Hemskerk gestochen.
Die vier Jahreszeiten, nach Stradanus.
Er schrieb auch Instructions et fondemens de bien pourtraire pour les peintres etc. Anvers 1580, fol.
Galle, Cornelius, der ältere, Kupferstecher, geb. zu Antwerpen 1570, wurde von seinem Vater Philipp in der Kunst unterrichtet, und dann ging er nach Rom, wo er lange verweilte. Dieser ältere Cornelius war ein guter Zeichner und gewandt in Führung des Grabstichels. Auch arbeitete er mit Geschmack, doch erreichte er in der Heimath nie mehr den Grad von Vortrefflichkeit, welche er in Italien behauptete.
Man hat von ihm sehr schätzbare Werke, und besonders werden folgende 7 gesucht: Maria auf Wolken von Engeln getragen, nach V. Salimbeni.
Maria von zwei Engeln begleitet, deren einer die Weltkugel trägt, worauf der Eidank sitzt, nach F. Vanni,
St. Hieronymus, nach Aug. Carracci verkleinert.
St. Franz von Assisi das aus Mariens Händen übernommene Jesuskind anbetend, nach F. Vanni,
Maria mit S. Bernhard und St. Gerhard, nach demselben,
Die Taufe der heil. Prisca, nach Cigoli.
Venus und Amor, nach J. B. Paggi.
Christus am Kreuze, umgeben von Maria, St. Franz und St. Katharina von Siena, nach F. Vanni; selten.
Maria mit dem in Windeln gehüllten Kinde, dem sie einen Milchbrei gibt, welchen der Engel zubereitet, weshalb das Blatt unter dem Namen der Mutter Gottes mit dem Milchbrei bekannt ist, nach demselben. Selten.
Die vier Kirchenväter, nach Rubens.
Im ersten Drucke vor den rechts und links angesetzten Stücken, die im zweiten Drucke zwei dunkle Linien verursachen. Der zweite Druck zeigt indessen auch das Wappen des Bischofs W. von Hamme.
Die Kreuztragung, nach A. van Dyck.
Die ersten Abdrücke, mit breitem Unterrande, haben G. Hendrick’s Adresse; bei den zweiten wurde die Platte abgenommen, und unten steht: Antonius van Dyck pinxit — Antverpiae — Cornelius Galle sculpsit.
St. Carl der Borromäer, Cardinal, im Profil in einer achteckigen Einfassung, fol.
Die heil. Antonia in einer Landschaft, gr. fol.
Adam und Eva, nach J. B. Paggi.
Die Rückkehr aus Aegypten, nach demselben, gr. fol.
Maria mit dem Kinde, das dem St. Bernhard ein Buch reicht, nach F. Vanni, kl. fol.
Venus an den Baum gebunden, während Minerva den Amor züchtigt, nach Aug. Carracci, qu. 4.
Spotten, nach Rubens, gr. qu. fol.
Maria auf dem Stuhle drückt das Jesuskind an den Busen: Mater divinae gratiae etc. Ohne Namen, fol.
Die Grablegung Christi, achteckig, 4.
Maria in einer Nische, an welcher Kinder Frucht- und Blumen-gewände aufhängen, nach Rubens, gr. fol.
Judith enthauptet den Holofernes, nach demselben, gr. fol. Capitalblatt.
Der Frühling und der Sommer, 2 Landschaften mit Jagd, Männern und Frauen, nach Rubens, gr. qu. fol.
Progne zeigt ihrem Gemahle den Kopf des geschlachteten Sohnes, von dessen Fleische er gegessen; Gegenstück zu P. de Baillu’s Higpodamia, gr. qu. fol.
Die Farbenreiberin (pictura), eine nackte Frau, fol.
Luana Razzio, gr. fol. Hauptblatt,
Büste des Seneca; im Profil aufsehend, nach einer Sculptur.
Christus und die Pharisäer mit dem Zinsgroschen, nach Titian, kl. fol. Schön.
Die Verkündigung an die Hirten, nach J. Bassano, fol. Hauptblatt, und auch copirt.
Der arme Lazarus und das Haus des Reichen, nach demselben, qu. k. fol.
Petrus geht auf dem Wasser, nach H. Muziano, Klein.
Die Landschaft mit den Kindern, welche den Propheten ver-
Die Rückkehr der heil. Familie aus Aegypten, nach Abbate Si-
Anbetung der Könige, nach F. Zuccharo, gr. fol.
St. Sebastiän am Baume, nach Palma jun., kl. fol.
Maria von Engeln auf Wolken getragen, nach Bevilaqua, fol.
Schön und copirt.
St. Hieronymus mit dem Crucifixe, kniend, nach A. Carracci,
fol. Vorzüglich.
Die Figur des Lucifer, nach Dante’s Angabe, nach L. Cardi,
kl. fol.
Die heil. Familie mit der heil. Clara, welche einen Kelch hält,
nach A. Carracci, oder vielmehr nach G. Reni copirt, zweimal
mit Veränderungen, vorzügliche Blättchen.
Die betende Maria, nach Guido Reni, fol. Gutes Blatt.
Romanae et graecae antiquitatis monumenta, e priscis numismatibus eruta per H. Golzium. Ant. 1645.
Artus Wolfart, Maler, nach van Dyck, gr. 4.
Die ersten Abdrücke haben M. van den Enden’s Adresse, die
zweiten bloß die Worte Cum privilegio, ohne Adresse.
Philipp Rubens, Paul’s Bruder, 4.
Jan van Havre, nach Rubens, 4.
Mater Anna, de Jesus, Nonne, nach demselben, 1641, fol.
Carl I. von England, nach V. van Horst, gr. 4.
Henriette, dessen Gemahlin, in einer Einfassung von Blumen,
nach demselben, 4.
Leopold, Erzherzog von Österreich, nach A. van de Velde, fol.
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