Egloffstein, Julie Gräfin von, Stiftsdame von Hildesheim im Hannoverischen, eine treffliche Malerin , die jedoch die Malerei nur zum Vergnügen übt, wurde geboren. Von der Natur mit entschiedener Anlage zur Kunst begabt, übte sie sich mit Eifer im Zeichnen und Malen, und sie brachte es bald zu einer schönen Stufe von Vollkommenheit. Sie malt Porträts in Öl und besonders liebliche Genrebilder , lauter schätzbare Stücke, die man hier und da auf Kunstausstellungen bewunderte. Im Jahre 1821 sah man von ihrer Hand zu Weimar die meisterhafte «Copie von Rubens Söhnen, nach dem vortrefflichen Bilde in Dresden , und malte sie das Bildnis der Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach , ein in jeder Hinsicht gelungenes Bild, das Flachenecker lithographierte.
Sie malt auch höchst geistreiche Detailskizzen, theils Studienköpfe, theils Volksscenen, theils Landschaften und architektonische Ansichten aus Italien . Im Jahre 1853 sah man von ihrer Hand ein schönes Genrebild, die Hirtenfamilie aus der römischen Campagna. Dieses Gemälde macht durch die harmonische Färbung, durch den kräftigen gelassenen Auftrag und durch den charakteristischen Ausdruck in den Köpfen eine sehr gefällige Wirkung.
Im Jahre 1836 befand sich Gräfin Julie in München , wo sie die Züge der Königin Therese von Bayern in einem lieblichen Bilde darstellte.
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