Edwards, Edward

Edwards, Edward, Zeichner und Maler, geb. 1738, gestorben zu London . Er war der Sohn eines Sesselmachers (chair-maker) und Bildschnitzers, und auch Edward sollte dieses Fach ergriffen, aber ihn zog es zur zeichnenden Kunst. Den ersten Unterricht genoss er in einer Zeichnungsschule und 1750 fand er Gelegenheit in der Gallerie des Herzogs von Richmond zu studieren. Im Jahre 1761 wurde er Mitglied der Akademie von Peter Court, St. Mar- tins-Lanc, wo er mit den besten Künstlern jener Zeit die Ver- hältnisse der menschlichen Gestalt studierte, und solche Fortschritte machte, dass er sich bald mit dem Preise der Society for the en- couragement of arts, manufactures and commerce belohnt sah. Bald darauf trug ihm Boydell eine Anzahl Zeichnungen zum Stiche nach Rossen Meistern auf, und 1764 erhielt er einen andern Preis von der Gesellschaft der Künstler für das beste historische Gemälde in chiaro oscuru, und jetzt wurde er selbst Mitglied der Gesellschaft der Künstler. Im Jahre 1770 trug ihm die Gesellschaft der Alterthums- freunde auf, eine große Zeichnung nach dem Gemälde in Windsor zu fertigen, welches Heinrich VII. und Franz I. auf dem Champ d’Or vorstellt. Basire hat dieses Werk auf einer großen Platte gestochen und Ritter Joseph Agloffe selbe mit einer Beschreibung begleitet, Edwards fertigte bis zum Jahre 1775 noch mehrere an- dere Zeichnungen, jetzt aber besuchte er mit Mr. Udny Italien , wo er überall sein Augenmerk auf die merkwürdigsten Erscheinun- gen der Kunst und der Natur richtete.

Nach seiner Rückkehr in London gründete er seinen Ruf als Künstler und es wurden ihm vielseitige Aufträge zu Teil. Im Jahre 1781 erhielt eines seiner Landschaftsgemälde den Preis der Society of arts, und in folgendem Jahre übergab er der königlichen Gesellschaft eine Beschreibung des Sturmes zu Rochampton mit Zeichnungen, um das Ausserordentliche der Erscheinung zu ver- sinnlichen. Bald darauf (1782) lud ihn Charles Hamilton nach Bath ein, um einen Saal seines Hauses mit Arabesken zu verzieren, und hier verschaffte ihm Hamilton’s Liberalität besonders angenehme Tage.

Im Jahre 1788 wurde Edwards Professor der Perspektive an der k. Akademie, und 1803 gab er auch einen Treatise on Perspektive, mit Kupfern in 4. heraus. Er bewies sich hierin, wie in allen seinen Werken, als einsichtsvoller Künstler, und daher genoss er die allgemeine Achtung. Mehrere seiner Werke wurden in Kupfer gestochen. Diese bestehen in Historien, Allegorien, Landschaften und Portraiten. Jenes von Jonas Hanwey hat R. Dunkarton schön gestochen.

Ausführlicher handelt über diesen Künstler A. Chalmers, General Biographical Dictionary XIII. 30. London 1814.

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