Eckersberg oder Ekkertsberg, Christoph Wilh.

Eckersberg oder Ekkertsberg, Christoph Wilh., Historienmaler , wurde 1783 zu Sundevit im Holsteinischen geboren. Er stu- dierte auf der k. Akademie zu Kopenhagen und begab sich hier- auf, nachdem er 1805 den zweiten und 1830 den großen akademi- schen Preis erhalten hatte, in Gesellschaft des Herrn von Neergaard in das Ausland. Besonders lange verweilte er in Italien und Frank- reich, überall mit dem Studium der großen Meister beschäftigt. Er lieferte auch mehrere Gemälde, die einen trefflichen Künstler ver- künden, sowohl Historien als Porträts.

Im Jahre 1817 vollendete er ein großes, vorzügliches Gemälde: Moses, der auf einem Felsenstücke stehend, dem Meere zurückzu- treten befiehlt, um Pharao mit seinem Heere zu verschlingen. Die- ses Bild ist in großem Stile gehalten, mit Kraft ausgeführt, schön und harmonisch in der Färbung. Auch die Composition ist sehr sinnreich.

Eines der schönsten Altarblätter, das je eine Kirche im Norden geziert, ist seine Darstellung der drei Weiber am Grabe Christi.

Im Jahre 1819 wurde Eckersberg Mitglied der Akademie zu Co- penhagen, und dieser übergab er das Gemälde von Baldür’s Tod, nach der Edda, eine großartige und ausdrucksvolle Composition. Ein anderes ziemlich großes und treffliches Bild stellt eine Scene aus Oehlenschläger’s Trauerspiel: Axel und Walburg dar, denjeni- gen Auftritt, wo die Liebenden nach dem Vorschlag Knuds und nach dem Befehl des eifersüchtigen Königs mittelst einer förmli- chen Kirchenerceremonie auf ewig getrennt werden. Dieses Gemälde ist mit Würde und Feinheit behandelt, und korrekt bis in die ein- zelnen Teile. In der Perspektive, worin der Künstler sich als wahrer Meister zeigt, wird es bewundert, und die Mischung des Lichtes und des Schattens ist bezaubernd.

Im Jahre 1821 stellte er in einem meisterhaften Gemälde die dänische Familie dar, und 1826 brachte er sein schönes Bild mit der Rhede von Helsingör zur Ausstellung. Auch andere schöne Seestücke malte er.

Eckersberg malte auch mehrere meisterhafte Porträts. In der Kunstakademie zu Copenhagen ist sein herrliches Bildnis Thor- waldsen’s, und auch jenes von Oehlenschläger ist merkwürdig. Dieser Künstler ist Professor an der Kunstakademie zu Kopenhagen und Ritter des Danebrog Ordens.

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