Duttenhofer, Christian Friedrich

Duttenhofer, Christian Friedrich, Kupferstecher , wurde zu

Gronau im Würtembergischen geboren, aber in Heilbronn er-

zogen, weil da sein Vater evangelischer Prälat war. Nach kurzem

Aufenthalt in Stuttgart begab er sich nach Dresden , wo er sich

unter Klengel’s Leitung besonders der Landschaft ergab. Später

besuchte er die Akademie zu Wien und 1803 fand er an Wille

einen Gönner, der ihm Arbeit für das Musée Napoleon verschaffte.

Nach Vollendung dieser Blätter ging Duttenhofer nach Italien und endlich nach Stuttgart. Duttenhofer ist rühmlich bekannt durch mehrere landschaftliche Kupferstiche, die er einzeln oder zu großen Werken, wie Hum- boldt’s Reisen, besonders aber für das französische Museum gelie- fert hat. Auch im Architektonischen liefert er Treffliches, was seine Platte für Dr. Boisseree’s Cölner Domwerk beweist. Unter seinen Blättern sind besonders zu erwähnen:

Landschaft nach Claude Lorrains Bild in den Studien zu Neapel , unter dem Namen des Dianenbades, ein Stich von grassen Ver- jägung, fol.

Der Tempel der Diana bei Nemi , nach Claude’s Gemälde im Palaste Colonna zu Rom, gr. qu. fol. (3

Der Tempel des Apollo bei Delphi , nach Claude, das Gegenstück, und beide ausgezeichnete Blätter.

Gebirgslandschaft mit Wasserfall, nach Ann. Carracci’s Bild in der Sammlung des Grafen von Fries in Wien, gr. qu. fol. Eine andere Landschaft nach demselben Meister, mit hohen Ge- birgen, rechts im Vorgrund eine Straße und zwei Figuren, r. qu. fol. Diese beiden Stücke sind Hauptwerke des Künstlers.

Heracles und Achelous, nach Dominichino, im Musée français.

Landschaft nach G. Heuss.

Landschaft nach Poussin.

Landschaft mit Fischern, nach Paul Brill. Die Hirten im Thale, nach Poussin.

Ansicht eines Dorfes, nach J. van Hagen.

Auch diese Blätter sind in dem französischen Galleriewerke. Solitude, Copie von Wooller’s Stich nach R. Wilson, qu. fol. Der Aulfriss des Domes zu Cöln und der Durchschnitt des Cho- res, für das bekannte Prachtwerk des Dr. Boisseree,

Blätter nach M. von Molitor: Ansicht des Lechthales bei Reutti in Tyrol. Ansicht des Schlusses Petersberg in Tyrol. Ansicht des Schlusses Trazberg in Tyrol. Ansicht auf dem Förn bei Nassereit in Tyrol. Ansicht des Wasserfalles bei Lassalt. Diese Blätter gehören zu der Folge von acht colorirten Ansichten Tyrol’s. Die übrigen stachen Bartsch und Gauermaunn. H. 12 Zo 6 Lo, Br. 18 Zn - Ansicht von Innsbruck, . Ansicht von Bregenz, beide nach Molitor. H. 14 Z., Br. 38 Z. Ansicht des Figsterthaler Ferners in Tyrol. ı 5 ı 1'7I Ansicht des Gurgler Ferners in Tyrol. Eingang in das Oetzthal in Tyrol. ..

Die Engelswand bei Umhausen in Tyrol;

Feldkirch in Vorarlberg. Diese Blätter stach er nach Gauermann’s Zeichnungen, .. Etliche Blätter im Taschenbuche von Nürnberg, architektonische

Ansichten darstellend. ’ ‚x Duttenhofer gab auch Ideen zu Vasen in Heften heraus.: ‘ '

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