Dresden , vier Jahre später aber nach Berlin , wo ihn das Schau-
spielhaus und die Hoffeste sehr in Anspruch nahmen. Er starb
auch zu Berlin, und hinterließ einen Nachfolger in seinem
Sohne Karl.
C. dell’ Aqua stach seine Zeichnungen: Sei disegni che rappre-
sentano un cortile reggio, delizie-rcali, villa realge et. fattı per
Carlo VI. Vincentino, , fol.
Galli, Carlo da Bibiena, Sohn des obigen, geboren , ein
Künstler, der ebenfalls mit Ruhm die Malerei übte. Er hinterließ
Werke, welche dieser Familie, die sich in ganz Europa einen Na-
Galli, Anton, da Bibiena — Galli, Angelo.
men gemacht hatte, würdig waren. Im Jahre 1746 malte er für die Schaubühne zu Bayreuth , ein Gleiches that er in Braunschweig und auch in München versuchte er seine Kunst, wie denn überhaupt dieser Karl Bibiena in ganz Deutschland bekannt wurde. Auch in London hielt er sich mehrere Jahre auf, bis er einen Ruf nach Berlin erhielt, um die Dekorationen des Opernhauses zu malen. Hier gefielen seine Arbeiten nicht, und so erhielt er 1766 den Abschied, worauf er Schweden , Dänemark , Frank- reich und Spanien durchwanderte und überall Beschäftigung fand. Endlich trat er in russische Dienste, die er aber ebenfalls verliess, um im Vaterlande das Leben zu beschliessen.
Die 7 Dekorationen der Oper: La Regina degli Amazoni sind nach seinen Zeichnungen gestochen.
Galli, Anton, da Bibiena, Maler und Architekt, Ferdinands Sohn, wurde 1700 zu Parma geboren. Die Anfangsgründe verdankte er dem Vater, und dann kam er zu J. dal Sole, F. Torelli und M. Franceschini, unter deren Leitung er die Malerei übte. Er arbeitete in Deutschland, und in Italien und mehreres zu Wien und in Ungarn. Nach Carl VI. Tod kehrte er nach Italien zurück, und hier erbaute und verzierte er die Theater zu Siena, Pistoja und jenes zu Florenz, welches la Pergola genannt wurde. Das letzte Werk aber, welches ihn am meisten bekannt machte, auch durch die Pamphlete auf selbes, ist das neue Theater zu Bologna, wozu er mehrere Zeichnungen machte. Es ist ganz von Stein erbaut und 1763 stand es bis auf den äussern Portikus fertig da. Zwei in Kupfer gestochene Blätter gewähren eine Anschauung von diesem Theater.
Der Künstler starb 1774 zu Mailand.
Galli, Giovanni Maria, da Bibiena, Ferdinands Sohn, übte die Malerei und die Baukunst, und war im Stande Treffliches zu leisten. Er liess sich in Prag nieder, wo ihn eine reiche Heirath fesselte. Sein Todesjahr ist unbekannt.
Galli, Maria Oriana, da Bibiena, Tochter des alten G. M. Galli, erlernte bei C. Cignani und bei Franceschini die Historien- malerei, und hinterliess auch mehrere geschichtliche Bilder und Portraits. In der Folge heiratete sie den Maler J. A. Pizzoli.
Galli, Alessandro, da Bibiena, Maler und Architekt, ein Sohn Ferdinands, übte ebenfalls in vielen Teilen Italiens und Deutsch- lands die Kunst. Zuletzt beschäftigte ihn der churfürstliche Hof von der Pfalz, und in Diensten desselben starb er um 1760.
Galli, Giancarlo, da Bibiena, Dekorationsmaler und Franz’ Sohn. Er kam an den Hof des Königs von Portugal und starb zu Lissabon 1760. Er war ebenfalls in der Architektur erfahren, wie alle Galli.
Galli, Giovanni Maria, Maler von Bologna, und Mitschüler des gleichnamigen Künstlers dieses Namens, der desswegen den Bei- namen da Bibiena erhielt, welcher dann auf alle seine Nachkommen überging. Näher scheint er nicht bekannt zu sein.
Galli, Angelo, Maler zu Mailand, Duchino genannt, war Schü- ler von F. Landrini. Er malte zu Anfang des 17ten Jahrhunderts für Kirchen.
Galli, Giovan Antonio. — Gallimard, Claude.
Galli, Giovan Antonio, Maler von Rom, genannt Spadarino,
aber wenig bekannt, obgleich Orlandi ihn als trefflichen Künstler
rühmt, bei Gelegenheit eines meisterhaften Bildes der heil. Maria
in der Peterskirche zu Rom. Er gehört dem 16ten Jahrhunderte an.
Galliari, 3. Gaglieri.
Gallimard, Claude, Kupferstecher, geboren 1720 zu Troyes in
Frankreich, bildete sich im Vaterlande zum Künstler,
worauf er nach Rom, um seinen ferneren Studien obzuliegen,
Hier wurde er auch Mitglied der Arkadier und nach seiner Rück- kehr nahm ihn die zu Paris unter die Zahl ihrer Mitglieder.
Seine Werke bestehen in Bücherverzierungen und in
einigen Stücken. bei
von Saba, nach F. de Troy, ol.
Jungfrau, demselben 1744, fol.
Das Brustbild von N. ‚, nach demselben, 1744, fol.
Achillesigno, nach Panr, in dem Werk, das der Dauphin
hierzulande, wie er der heil. Jungfrau Kinder
darstellt,
Bnrr Wilde, im Vordergrund ein König und eine Prinzessin im
Grau Vignette, nach Bardon.
Ein Paar Blätter für den Roman Lazarilles.
Vier Darstellungen religiösen Inhalts in Einfassungen, nach Mom.
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