Den ersten Unterricht in dieser Kunst empfing er von Karl Zimmermann und W. Schadow in Berlin. Im Sommer 1823 trat er in die Schule von Cornelius, unter dessen Leitung er an dem grossen Bilde der Theologie von Hermann in der Aula zu Bonn arbeitete

Den ersten Unterricht in dieser Kunst empfing er von Karl Zimmermann und W. Schadow in Berlin . Im Sommer 1823 trat er in die Schule von Cornelius, unter dessen Leitung er an dem grossen Bilde der Theologie von Hermann in der Aula zu Bonn arbeitete, vom Januar 1824 bis Herbst 1825. Seinem Meister nach München folgend, nahm er daselbst Theil an der Ausschmückung der Arkaden des Hofgartens. Die Erstürmung der Veroneser Clause durch Otto von Wittelsbach ist sein erstes Frescogemälde (eigener Erfindung).

Durch Verheiratung mit der erstgebornen Tochter Jean Paul’s ward er zu wissenschaftlichen Arbeiten zurückgeführt. Es wurde

Nagler’s Künstler-Lex. IV. Bd. 25

ihm der Auftrag, die unter dem Titel „Wahrheit aus Jean Paul’s Leben“ begonnene Biographie des Dichters, nach dem Tode der ersten Herausgeber fortzusetzen, was er in fünf Bänden that. Nach diesem gab er „Politische Nachklänge von Jean Paul“ heraus.

Mehrere Reisen nach Italien reizten ihn zu kunsthistorischen Studien, „vorzüglich der Zeit der im Mittelalter wiedererwachten Kunst.“ Im Jahr 1833 erhielt er von dem Kronprinzen Maximilian von Bayern den Auftrag, eine Sammlung von Handzeichnungen nach alten italienischen Meistern zu fertigen. Im Herbst desselben Jahres zurückgekehrt, nahm er Theil an den Arbeiten im neuen Königsbau zu München, woselbst er (nach Kaulbach) „einige Bilder im Göthesaal und Verschiedenes aus Wieland’s Museion und den Grazien malte. Staffeleibilder fertigte er mehrere, von denen wir nur nennen: das befreite Griechenland, im Besitz des Herzogs von Meiningen; Giotto als Hirtenknabe, im Besitz des Fürsten von Metternich; die Marien am Grabe; der König in Thule etc.“ Zu Nilson’s „Pantheon der deutschen Geschichte“ lieferte er mehrere Zeichnungen. Im Jahr 1834 gab er ein Buch über die Bilder des neuen Königsbaus heraus, unter dem Titel: „Leitfaden zur Betrachtung der Wand- und Deckenbilder des neuen Königsbaues in München.“ Im Jahre 1830 erschienen unter dem Titel: „Beiträge zur neuen Kunstgeschichte“ die Ergebnisse einiger Forschungen in diesem Gebiete während seiner Reisen in Italien — ein Buch, das allgemein gut aufgenommen wurde und wofür ihm die Tübinger philosophische Facultät die Doctorwürde ertheilte. In demselben Jahre fertigte er die Bildnisse des regierenden Herzogs Joseph von Altenburg und der Herzogin und begann die Herausgabe des literarischen Nachlasses von Jean Paul.

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