Den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet hatte, ging er nach Italien ,
um sich in Rom durch das Studium der Antike und anderer klassi-
scher Meister auszubilden. Nach seiner Rückkehr trieb er den
Kunsthandel und gab eine große Menge Werke heraus. Sein
Stich hat viel Rauhes und in Vertheilung von Licht und Schatten
hatte er so wenig Geschick als sein Vater. Doch ist er im Gan-
zen fleissiger als dieser Künstler.
St. Hiltrude, nach Otto Vänius, fol.
Phaöton auf dem Sonnenwagen, nach Stradan, in ovaler Ein-
fassung.
Sechs Blätter mit Darstellungen aus der römischen Geschichte,
nach demselben.
Ein Sturm, nach J. de Momper.
Ein Madonnenbild nach einem alten spanischen Gemälde.
Grafl Ugolino im Hungerthurm zu Pisa, nach J. Stradan, qu. fol.,
selten.
Der kleine Jesus betrachtet die Passionswerkzeuge, 8.
Coriolan von den römischen Weibern erweicht, nach demselben,
Johannes der Evangelist, 8.
Der Tybergott auf der Urne und die Vestale Tuccia, welche
Wasser schöpft, nach Stradan, gr. fol.
Winterlandschaft, nach J. de Momper, qu. fol.
Cornelia mit ihren Frauen arbeitend, nach demselben, qu. fol.
St. Hieronymus in seiner Höhle, nach F. Zucchero, kl. fol.
Das Leben Josephs und der Maria, 28 kl. Bl.
Das Leben St. Norberts, in einer Folge von kl. Blättern,
Mehrere Bildnisse flämischer Maler,
Die Verkündigung des Engels — die Büste der Maria und des
Engels, nach alten Gemälden in der Annunziata zu Florenz,
fol. und 8.
Litibus abusus etc., Sinnbilder über den Missbrauch der Prozesse,
gr. qu. fol. Selten.
Typus occasionis, in quo receptae commoda, neglectae vero in-
commoda proponuntur. Antv. 1600, 8. Eine seltene Folge von
13 Bl.
Imagines ex antiquis marmoribus, numis et gemmis express. quae
extant apud J. Ursinum, Antverp. 1606, 151 Bl.
Galle, J., ein Kupferstecher, dessen im Cabinet Paignon Dijonval
erwähnt wird. Dort wird ihm das Bildnis der Königin Sophie
Karoline von Preussen zugeschrieben, nach Largillière.
Dlabacz erwähnt in seinem böhmischen Künstler-Lexikon eines
Johann Galle, der eine hl. Constantia sehr sauber gestochen hat.
Galle, C., Kupferstecher in Prag um 1610; Dlabacz sagt im allge-
meinen histor. Künstler-Lexikon für Böhmen, dass er das Bild-
nis des berühmten Gelehrten Matthäus Berlichius und eine hl. Mar-
garetha gestochen habe, 4. und 8.
Galle, G., Kupferstecher, der nach Dlabacz mehrere Jahre in Prag
gearbeitet hat. Ein Salvator mundi ist mit G. Galle sculpsit Pra-
; gae bezeichnet.
Galle, André, Medailleur zu Paris, der aber 1763 zu St. Etienne
(Loire) geboren wurde. Er bildete sich unter Lecourt’s Leitung
zum guten Künstler seines Faches. Im Jahre 1809 erhielt er den
Decennal-Preis und 1810 nahm ihn das Institut unter die Zahl
Gallego, A. — Gallendorfer, Sebald,
der Mitglieder auf. Sechs Jahre darauf wurde er Ritter der Ehrenlegion.
Man hat von diesem Künstler eine bedeutende Anzahl von Medaillen, welche bei verschiedenen Gelegenheiten geprägt wurden:
Auf die Eroberung von Ägypten, mit dem Kopfe der Isis und einem an den Palmbaum gefesselten Crocodil.
Die Rückkehr Napoleons aus Ägypten.
Die Krönung Napoleons.
Die Einnahme von Wien.
Die Einnahme von Pressburg.
Die Schlachten bei Jena, Friedland und Wagram.
Der Rückzug aus Russland.
Die Eroberung Illyriens (Pannonia subiecta).
Die Porträts von Ph. Delorme, J. Goujon, Malesherbes, David, Canning, Henry Graham, R. Descartes, Lamoignon, der König von Würtemberg.
Die Porträts Ludwig XVI.
Allegorie auf den Tod Ludwig XVI.
Die Gefangennahme der Herzogin von Angoulême.
Der Kopf des Hippocrates.
Errichtung der Statue Ludwig XIV.
Verschiedene Gelegenheits-Medaillen.
Gallego, A., ein spanischer Maler in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Er war auch Bildhauer, und Werke hinterließ er im Kloster S. Maria de Naxera.
Gauge, quando, von Salamanca, ein berühmter Maler,
nach Palomino aus der Schule des großen A. Dürer. Er wusste
sich zwar Dürer’s Manier so anzueignen, dass seine Werke denen
des deutschen Meisters bis zum Verwechseln ähnlich sind, ob er
aber Deutschland besucht, und bei Albrecht selbst gelernt habe,
ist ungewiss. Übrigens war zu jener Zeit der Geschmack an den
Werken der flämischen, niederländischen und deutschen Meister allgemein, und Werke von ihnen fanden sich auch in Spanien zur Nachmahlung. In den verschiedenen Capellen zu Salamanca und besonders in der alten Kirche sind viele Malereien von ihm, unter welchen vornehmlich merkwürdig unsere liebe Frau mit dem Kinde, welche den Apostel Andreas zur Rechten, den heil. Christoph zur Linken hat, mit Fernandus Gallecus bezeichnet. Ein heil. Ignaz der Märtyrer übertrifft die Kunst Dürer’s beinahe.
Schade, dass diese Malereien, wie viele andere, so sehr gelitten
Die Malerei des Altars der großen Schule dieser Universität und
der Kapelle St. Jeromino ist auch von seiner Hand. Er starb im
hohen Alter zu Salamanca 1550.
Gallendorfer, Sebald, Formschneider zu Nürnberg, von welchem
man aber nur spärliche Nachrichten hat, und diese scheinen nicht
authentisch zu sein. Er soll für die Hartmann Schedel’sche Chronik
mit der Holzschnitt-Fläche geliefert haben, weil Pleydenwurf damit
nicht habe fertig werden können, allein die Schlussschrift der
Chronik sagt deutlich, dass nur Wohlgemuth und Pleydenwurf das
Werk mit Figuren geziert haben.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_WYPrAAAAMAAJ