Cordova, war der Sohn des Augustin Castillo und Neffe Johanns,
Sein Vater unterrichtete ihn in den Anfangsgründen der Kunst so
gut, als er es vermochte; grossen Nutzen zog er aber erst nach
dessen Künstlers Tod zu Sevilla in der Schule Zurbarans. Er machte
unter der trefflichen Leitung dieses Meisters bald grosse Fort-
schritte, denn er war wirklich zum Maler geboren. Nach seiner
Rückkehr in die Vaterstadt suchte er sich mit Eifer zum großen
Zeichner zu bilden und studirte nach der Natur. Von Zeit zu Zeit
ging er auf das Land, zeichnete da Ansichten, Tiere, Gerätschaften,
und beobachtete genau alle Eigenheiten und Seltenheiten der
Natur. Oft modellirte er auch in Ton Figuren, Köpfe und Orna-
mente, welche dann den Goldschmieden nützliche Dienste leisteten.
Durch dieses eifrige Studium der Natur erlangte er zuletzt eine
solche Fertigkeit in Auffassung derselben, dass sich alle Männer
von ihm wollten malen lassen. Er kam in solchen Ruf, dass jedes
Haus zu Cordova es sich zur Ehre schätzte, einige seiner Werke
zu besitzen. Castillo genoss daher den Rang des ersten Malers
der Stadt, als sein ehemaliger Schüler Alfarano aus Madrid dahin
kam, und als Velasquez Zögling renumierte. Die Prahlerei dieses
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