Clementi, Prospero de, eigentlich Prospero Spani, genannt Clementi, Bildhauer und Architekt von Reggio, nicht von Modena , wie Vasari im Leben des G. da Carpi beauchtet. Das erstere erwies Fr. Fontanesi in seinem Discorso sulle opere di scultura di Clemente, der durch Tiraboschi 1826 zu Reggio erschien und ein Supplement zu Cicognara’s Storia della scultura bildet.
Das Geburtsjahr dieses Künstlers ist unbekannt, doch weiß man, dass er bei seinem Oheim Bartolomeo Spani Clemente, einem sehr erfahrenen Meister die Bildhauerkunst erlernt, und diesen bald übertrafen hat. Später ging er zu seiner Ausbildung nach Rom , wo er seine Zeit so wohl benützte, dass er nach seiner Rückkehr ins Vaterland als einer der ausgezeichnetsten Meister erscheint. Sein erstes Werk selbst ist das Grabmal des hl. Bernardo degli Überti in der Kathedrale zu Parma . In den Gesichtern zweier Engel, welche die Mitra und das Pastorale des Prälaten halten, und die er nach Girolamo Mazzola’s Zeichnung fertigte, athmet Correggio’s Grazie. Ein anderes prächtiges Werk in derselben Kirche ist das Denkmal des Rechtsgelehrten Bartolomeo Prati. Hier scheint der Stein, aus welchem die Figuren gehauen, Fleisch zu sein; auch Stellung und Ausdruck sind meisterhaft und das Ganze den besten italienischen Figuren gleich. In der bezeichneten Kathedrale sind außerdem noch sechs andere Statuen von Clemente,
Von Parma kehrte der Künstler nach Reggio zurück, wo er ebenfalls ausgezeichnete Werke hinterließ. Unter jene des ersten Ranges gehört das Deposito des Bischofs Ugo Rangone von Reggio. Die Statue dieses Geistlichen ist in natürlicher Größe, von hoher Vortrefflichkeit, wie die beiden anmuthigen Knaben daneben. Auch für das Kapitel der Kirche führte er vortreffliche Statuen aus. Von besonderer Kunst zeigt das Ciborium, welches man im Dome
als Werk Clemente’s bewahrt. Wunderbar ist die bronzene Statue des erstandenen Erlösers, ebenfalls im Dome zu Reggio. Es existieren noch viele andere Werke von diesem Künstler, mehrere aber sind zu Grunde gegangen, wie die riesenhafte Statue des Emilius Lepidus, die er bei dem Einzuge Alphons II. von Este in Reggio verfertigte, nur aus zu weichem Stoffe, als dass sie hätte bis auf unsere Zeit dauern können. Von mehreren blieb nur das Gedächtnis, wie von seinem Moses, Samson, den acht Tugenden. Im Osservatorio dell’Immacolata ist von ihm noch eine Madonna mit dem Kinde in rotem Marmor. Außerdem sind noch einige Grabmäler in Reggio von Clemente zu finden,
Im Dome zu Carpi sind von seiner Hand die Statuen des Glaubens und der Liebe. In Curreggio ist die Büste des Arztes Lombardi sein Werk, und in S. Andrea zu Mantua bewundert man den Sarkophag des Bischofs Giorgio Andreasi.
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