Ciappa, Maler zu Neapel

Ciappa, Maler zu Neapel , besitzt ein eminentes Talent, die ver- schiedensten Meistergemälde täuschend nachzuahmen, und Mancher kaufte schon für teures Geld einen Salvator Rosa und besitzt nach späterer Überzeugung einen Ciappa. Engländer machen auf seine Gemälde Jagd. Nebenbei beschäftigt er sich auch mit einer täuschenden Nachahmung der pompejanischen Wandgemälde, de- nen er ein so dauerndes Colorit zu geben versteht, dass ihnen kein Licht und keine Säure etwas anhaben kann.

Er lieferte auch den Beweis, dass es nicht nur in der Poesie , sondern auch in der Malerei Improvisatoren gebe. Im Jahre 1826 hat er nämlich als sechzigjähriger Maler ein gewähltes Publi- kum in den Saal des Avellinischen Palastes, und malte auf eine vorgerichtete Tafel, 8 Fuss lang, 6 Fuss breit, eine Land- schaft, nach einem von der Gesellschaft aufgegebenen bestimmten Thema, in zwei Stunden fertig in Öl. Über eine Gebirgsgegend wälzt sich ein Strom über Felsenabfälle in die Ebene; im Vorgrunde sind drei Figuren am Wasserfalle gruppiert. Die Landschaft wurde für den Preis berechnet, mit ungemeiner Schnelligkeit ausgeführt, und der Meister erntete, wohlverdienten Beifall. Wiener Zeitschrift für Kunst etc. 1827. No. 14.

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