Chodowiecki, Wilhelm, Sohn des berühmten Seelenmalers Daniel Chodowiecki, von dem trefflichsten Künstler erzogen und gebildet, war er zugleich der Erbe der von ihm gestifteten neuen Gattung der zeichnenden Kunst, der Darstellung moderner Figuren. Vorzüglich hatte sich die reiche Ader des väterlichen Witzes und der frappantesten Charakterzeichnung in den mannigfaltigen Arbeiten des Sohnes lebendig erhalten, was die erfindungsreichen Produkte bei Gelegenheit unzähliger Familien- und Volksfeste, seine gelungensten Theater- Personnagen und mehrere andere zerstreute Blätter beweisen. Seinen Arbeiten für Almanache und Romane liess am Ende seines Lebens selbst der strenge Vater so viel Gerechtigkeit wiederfahren, dass er, mehr durch die glückliche Nachahmung seines Grabstichels, als durch die ihm geleistete Unterstützung, geschmeichelt, seinen eigenen Namen dazu hergab. In Wilhelm Chodowiecki ist einer der geschicktesten Sittenmaler, leider zur Zeit seiner kraftvollsten Mannbarkeit verloren gegangen. Er starb 1805.
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