Cheron, Elisabeth Sophie, Malerin und Kupferstecherin , geb. zu Paris 1648, gest. 1711. Dieses ausgezeichnete Weib erlernte von ihrem Vater Heinrich die Email- und Miniatur-Malerei, sie malte aber auch in Öl mit Geschmack und Einsicht, besonders sehr ähnliche Porträts. Ihre Gemälde verrathen eine korrekte Zeichnerin und große Stärke im Helldunkel. Dabei sind sie gleich trefflich im Colorite, wie in der Draperie. Sie wurde ihrer Ge- schicklichkeit wegen sogar in die französische Akademie aufgenom- men, der sie Lebrun vorstellte. Auch jene der Ricovrati zu Padua nahm sie 1600 unter dem Namen der Muse Erato zum Mitgliede auf. Cheron glänzte auch als Dichterin , und dabei verstand sie Hebräisch und Latein geläufig. Selbst in der Musik war sie stark. In ihrem 60. Jahre heiratete sie den k. Ingenieur Lehay, der im 61. Jahr Alter stand; aber nur gegenseitige Achtung schloss dieses
Diese Künstlerin zeichnete viel nach der Antike und wenig konnten den Charakter und die Zartheit der Steine so wie sie wiedergeben.
Ihre vorzüglichsten Werke in Kupfer sind:
Die Kreuzabnahme, nach Zumbo, fol.
St. Cäcilia, nach Rafael, kl. fol.
Ferner die 36 Blätter in ihrem Zeichenbuche, unter dem Titel: Livre de principes à dessiner. Paris 1706. fol.
Andere sind im dem Werke: Pierres gravées, tirées des princi- paux cabinets de France , ohne Ort und Jahr. 41 Bl. fol.
Gedruckt von diesem berühmten Weibe ist ein Essai de Psaumes et de Cantiques, Paris 1604, in 8. mit Kupfern ihres Bruders; les cerises renversées, ein geistreiches Werk in 3 Gesängen, das erst 1717 erschien, mit Homer’s Batrachomyomachia von Boivin, u. s. w.
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