Chedel, Antoine Pierre

Chedel, Antoine Pierre, ein französischer Kunstliebhaber, der aus Neigung sich der Kupferstecherkunst widmete, und teils nach grossen Meistern, teils nach eigener Erfindung viele Blätter ver- erzte. Seine Aetzungen sind mit leichter Nadel behandelt und schöner als seine Stiche. Er ward besonders von Buchhändlern

gebraucht, und starb 1762 im 57. Jahre zu Chalons, seinem Ge-

burtorte. Seine Arbeiten bestehen meistens aus Landschaften und Schlachten, Vorstellungen aus dem alten und neuen Testamente. Meusel rühmt besonders zwei seiner Blätter wegen der geistreichen Ausführung: Chemin dans Veau und le port, nach Wouwermans. Auch ein Blatt nach Teniers: la naissante Aurore, in gr. fol., ist sehr schön, so wie: Ecole de lecture und Ecole d’écriture, nach Ostade, in qu. fol. Die Evenements militaires, 6 numerirte Blätter in qu. 4., nach des Künstlers eigener Erfindung.

Er brachte auch einige Porträts für die Iconographie moderne in Kupfer, aber doch sind es seine Landschaften, denen er seinen meisten Ruf verdankt.

Trefflich brachte er vier kleine Meisterwerke Teniers in Kupfer: l’Aurore du matin, l’Heure du dîner, l’Apres-midi und les Adieux

du soir.

Eines seiner besten Werke ist: la Prise et l’embrasement de Troye, nach einem schönen Gemälde von Hüllenbreughel.

Schön sind auch vier Landschaften mit Grotten, Ruinen und Hütten nach Boucher, Watteau und Wouwermans.

Die Blätter nach A. Willaers, van de Werve Meulen, Bibiena, Joh. Breughel und B. Breemberg gehören ebenfalls zu seinen besten Werken.

Für Buchhändler ätzte er eine grosse Anzahl kleiner Stücke.

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