Cesari, Alexander

Cesari, Alexander, eigentlich Cesati, ein vortrefflicher Edelsteinschneider und Medailleur , genannt Grecho. Die Werke dieses Künstlers wurden den Antiken gleichgehalten, und sie verdienen auch wirklich ein ausgezeichnetes Lob. Für eines seiner vorzüglichsten hält man den Kopf Heinrichs II. von Frankreich , den er erhoben auf einem Carnelian schnitt. Von seiner Schaumünze auf Paul III. sagte Michelangelo, dass die Kunst hier ihr Höchstes erreicht habe. Sie ist bei Anniani unter den Schaumünzen dieses Papstes No. 33 abgebildet. Man hat von diesem Künstler auch eine Medaille auf Julius III. und Bildnisse verschiedener Kardinäle und Fürsten. Hieher gehören die Porträts der Familie Farnese. Sehr selten und kostbar sind seine Gemmen, und besonders berühmt ist der Cameo des Phocion, in welchem er nach dem einstimmigen Urteil alle modernen Arbeiten dieser Art übertraf.

Von ihm sind nach Visconti auch die meisten Steine, die mit dem Namen M. Lollius Alexander bezeichnet sind. Man hielt diese daher irrig für Werke des alten Alexander, des Vaters des Aulus, den Welker beigebracht.

Man nannte diesen Künstler nach Vasari immer Alexander Cesari, allein er heisst Cesati und stammt aus einer mailändischen Familie, wie Sig. Cattaneo, der Direktor des numismatischen Museums zu Mailand aus Akten erwies. Den Beinamen Grecho erhielt er demnach nicht von seinem Vaterlande, sondern entweder wegen der Nacheiferung der berühmten alten Meister Pirgoteles und Dioscorides, oder vielmehr wegen der griechischen Bezeichnung seiner Werke. Auf der Medaille Pauls III. steht: ALEXANDER CESARI.

Cesatis Blüthezeit ist um 1550, sein Geburts- und Todesjahr kennt man nicht.

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