Cerezo, Mateo, Historienmaler, wurde zu Burgos 1635 geboren, und erhielt den ersten Unterricht von seinem Vater gleiches Na- mens, von dem man eine große Anzahl Christusbilder zu Burgos findet, welche oft demn Sühne zugeschrieben werden, und zwar aus keinem andern Grunde, als weil dieser bekannter ist.
Cerezo der Sohn kam in seinem 15. Jahre nach Madrid in die Schule des Juan Carreno, bei dem er außerordentliche Fortschritte machte; denn er verwendete jede Minute nützlich, besuchte seinen Cursus in der Akademie, studierte nach der Natur, malte die Por- traite aller seiner Freunde, kopierte die Meisterwerke anderer Schu- len und wurde so ein guter Colorist. Er ahmte den Stil seines Meisters so genau nach, dass man ihre Werke oft verwechselt hat. Man hat von seiner Hand viele Bilder, welche die Empfängnis Mariä darstellen und dem Urheber verdienten Ruhm verschaffen. Er wurde auch in Madrid und in andern Städten zu öffentlichen und Privatarbeiten gebraucht. Den jüngeren Herrera unterstützte er bei seinen Freskoarbeiten in der Kuppel der Frauenkirche zu Atocha, und hinterließ zu Valladolid einen St. Franciscus, der später nach Paris kam. Nach seiner Rückkehr in Madrid malte er im Refektorium der reformierten Franciskaner das berühmte Ge-
mälde der Jünger in Emaus, ein Werk, welches voll Zartheit und
Ausdruck ist und durch seine Einfachheit anzieht. Als einmal ein Italiener dieses Bild sah, sagte er ein wenig zu hochmütig: Per essere d’un Fespaznuulo, non è cattivo, *
Cerezo scheint mit diesem Werke seine Bahn beschlossen zu haben, denn er malte es im 40. Jahre, in welchem sein Tod er- folgte. Man schätzt besonders seine Interioren, und auch eine Sammlung von Zeichnungen in Bister ist verdienstvoll; denn seine Zeichnung ist eben so leicht, als korrekt, so wie sein Pinsel breit und die Färbung schön befunden wird.
Man trifft desswegen seine Werke in allen Sammlungen an, in den Kirchen Madrid’s, zu Bajador, Paular, Valladolid, Palencia, Burgos und Málaga.
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