Cels, Cornelis, Historienmaler , geb. zu Lier , war der Sohn eines Kaufmanns und von diesem zur Handlung bestimmt; doch fand Cornelis größere Lust am Zeichnen, weshalb ihn endlich der Vater dem Maler Lens zum Unterrichte übergab, den er fünf Jahre genoss. Im Jahre 1800 reiste er zu seiner Ausbildung nach
Paris , wo er von seinem Landsmanne Suvée gut aufgenommen wurde, mit welchem er 1801 Rom besuchte; hier erhielt er den Preis der Akademie von St. Lucas und wurde Mitglied und Professor derselben. Unter den Bildern, die er in Rom verfertigte, sind zwei grosse Altarstücke, von denen eines die Abnehmung vom Kreuze vorstellt und allgemeinen Beifall fand; so nicht minder Cincinnatus, der von Frau und Kindern Abschied nimmt, um der Diktatur zu folgen, ein Gemälde, das dem Urheber 1802 den ersten Preis gewann. Auch ein Gemälde der Predigerkirche zu Antwerpen, das der Künstler ebenfalls in Rom ausführte, wird gerühmt.
Unter seinen früheren Werken ist der Besuch der heil. Jungfrau bei Elisabeth eines der vorzüglichsten und grazieusesten, in der Augustinerkirche zu Antwerpen.
Im Jahre 1807 kehrte er nach Antwerpen zurück und blieb da etliche Jahre, bis er nach Brüssel ging, um auch hier seine Kunst zu üben. Von zwei schönen Bildern aus dieser Zeit befindet sich das eine, der Tod Johann des Täufers, in der grossen Kirche zu Lier; und das andere, die Marter der heil. Barbara, in der Salvators-Kirche zu Brügge.
Auf der Kunstausstellung von 1816 fanden vorzüglich seine Sappho und eine Venus großen Beifall.
Einige Zeit darnach liess er sich in Gravenhage nieder, wo er viele Porträts malte; eine Kunst, die er auch in Rotterdam übte. Im Jahre 1818 sah man auf der Kunstausstellung in dieser Stadt mehrere schöne Porträts, darunter auch das der Prinzessin von Oranien-Nassau.
Van Eynden und van der Willigen Gesch. der vaterländ. Schilderkunst III. 224. Später wurde der Künstler Professor an der Akademie zu Tournay, und malte dort mehrere historische Gemälde; welche den Ruf erwarben, den er als Historienmaler genoss. In De Bast’s annales du salon de Gand ist seine Kreuzabnehmung p. 79. abgebildet.
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