Cavagna, Giampaolo

Cavagna, Giampaolo, Maler von Bergamo , lernte bei dem be- rühmten Bildnissmaler Morone und hatte eine grosse Vorliebe für die Venediger Schule, daher er denn an Paul Veronese mehr als an einem andern Meister hing, in dessen Styl auch seine besten Arbeiten sind. Er strebte ihn in der Zeichnung zu übertreffen, und übertraf ihn auch in nackten Figuren, die er meisterhaft malte. Er war besonders geschickt im Frescomalen, wie man am Chor von S. Maria Maggiore zu Bergamo sieht, wo er die Himmelfahrt Ma- rien’s darstellte. Nicht minder gut malte er in Oel, besonders wo die Nähe eines ausgezeichneten Malers ihn anspornte. In dieser Art sind sehr bewährt sein Daniel in der Löwengrube und ein hl. Franciscus mit den Wundmalen in S. Spirito. * Noch mehr geprie- sen wird seine Kreuzigung zwischen mehreren Heiligen, in S. Lu- cia, eines der schönsten Bilder der Stadt:

Boschini und Orlandi entging dieser Künstler, in seiner Vater- stadt wird er aber nicht minder, als Salineggia, geschützt, und al-

lediglich scheint ihm ein umfassenderer, entschlossenerer und zu breiten und weilläufigen Werken mehr geeigneter Sinn zu Theil geworden zu seyn. Starb 1627.

Cavagna hatte auch einen Sohn, der Maler ward und Francesco Cavagnuolo genannt wurde. Er arbeitete in seines Va- ters Styl und erhob sich nicht über das Mittelmässige. Dieser Künstler starb 1630. Lanzi II. 207. d. Ausg.

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