Cars, Lorenz

Cars, Lorenz, Zeichner und Kupferstecher mit der Nadel und dem Grabstichel, geb. zu Lyon 1609, nach andern 1702, gest. zu Paris 1771. Er war der Sohn des Joh. Franz Cars, und kam sehr jung mit seinem Vater nach Paris, wo er sich anfangs der Malerei wid- mete, selbe aber bald mit der Stecherkunst vertauschte, worin Cars glänzende Fortschritte machte. Watrelet nennt ihn einen der besten Stecher des Jahrhunderts. Sein Geschmack weicht von dem der Stecher des vorhergehenden Jahrhunderts ab, aber er war eigen- thümlich und besonders geschickt zur Reproduktion der Werke Le Moine’s, nach welchem er Meisterstüche lieferte. Seine liebliche Weichheit geht bis in die Schatteumassen, denen er einen beson- dern Schmelz zu geben wusste.

Das ‚Meisterstück dieses Künstlers ist:

Herkules, der neben der Omphale spielt, nach Le Mouine; fol.

Andere ausgezeichnete Blätter nach demselben sind:

Adam und Eva vor ihrem Falle; fol.

Eine Allegorie auf die Fruchtbarkeit der Königin; gr. Oval, ein prächtiges Stück.

Perseus, der die Andromeda befreit, Gegenstück zu Herkules und Omphale.

La Baigneuse und das Gegenstück: die Zeit, welche die Wahr- heit entlügt; fol.

Die Entführung der Europa; gr. fol.

Cephalus und Aurora; gr. fol.

Herkules, welcher den Cacus tödtet, das Aufnahmsstück bei der

Akademie; gr. fol.

Iphigenia von der Diana gerettet; Pendant.

Ludwig XV. gibt Europa den Frieden. Alle nach Le Mouine,

Unter den nach andern Meistern gestochenen Blättern sind be-

sonders zu erwähnen:

Die Flucht in Aegypten und die Anbetung der Hirten, nach Van- loo; gr. fol, oben rund.

Maria, Königin von Frankreich, nach demselben.

Jakob gibt sich der Rahel zu erkennen, nach N. Cochin.

Das Vergehen Davids und die keusche Susanna, zwei Blätter nach J. F. de Troye; gr. fol.

Hippolyte de la Tude Clairon in der Rolle der Medea, nach Van- loo von Cars und Beauvarlet gestochen; ein Hauptblatt in sehr grossem Formate.

La Thèse de Ventadour, einer der besten Stiche des Künstlers.

Ausser diesen Blättern stach er noch mehrere nach Cochin dem Sohne, besonders Porträts, nach Greuze, F. Boucher, Watteau u. a. Rost VIII, 115 — 117 verzeichnet mehrere, derselben, Jou- bert gibt eine Auswahl der vorzüglichen.

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