Campi, Giulio

Campi, Giulio, älterer Sohn des Galeazzo, ebenfalls Maler, und gleichsam der Ludovico Carracci seiner Schule. Er ist um geboren, nicht , wie Orlandi versichert, denn Giulio arbeitete schon . Sein Vater unterrichtete ihn in der ersten Jugend, achtete sich aber nicht fähig, ihn zum Maler zu bilden, und brachte ihn also in die Schule des G. Romano, der damals in Man- tua war. Von diesem lernte er, ausser der Malerei, auch Plastik und Baukunst , die Grossheit der Zeichnung, das Verständnis des Nackten, die Mannigfaltigkeit und Fülle der Ideen, die Pracht in Bauwerken und die allseitige Fertigkeit, jede Aufgabe zu bearbei- ten. Diese Meisterschaft stieg, als er Rom sah, dort Rafael und die alten Kunstwerke studierte und die trajanische Säule mit wun- derbarer Genauigkeit zeichnete. Auch Tizian achtete er sehr, eben so Pordenone und Sojaro, in dessen Stil er, wie Vasari berichtet, malte, den er Giulio kennen lernte und nachahmte. Sein Stil hat demnach etwas von vielen Künstlern, so dass man in seinen Wer- ken bald die Nachahmung des einen, bald die des andern seiner grossen Meister erkennt. Gemischt ist der Stil in seinen Arbeiten

er Margarethen-Kirche zu Cremona . Im heil. Hieronymus-Dome zu Mantua, im Pfingstfeste zu St. Gismondo in Cremona ist ganz Giulio Romano’s Rustigkeit, aber mehr als irgendwo in der Burg Soragno im Parmesanischen, wo er in einem grossen Saale die Heldenthaten des Herkules’ malte, welche man eine Brosse

Schule des Nackten nennen könnte.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_nAVVAAAAcAAJ