Campagnola, Giulio

Campagnola, Giulio, nach Bartsch Vater, nach Andern Vetter oder Bruder des vorhergehenden, Kupferstecher mit dem Grabstichel und der Bunze, der die Kunst, wie man nach Zani glaubt, nur als Liebhaber trieb. Er ist 1481 zu Padua geboren, und daher der Name Antenoreus, was soviel als Paduanus bedeutet. Man hält ihn für den Erfinder der Bunzenmanier, eine Kunst, die gewöhnlich dem Lutma zugeschrieben wird. Wenigstens kennt man von ihm ein Blatt, Johannes den Täufer vorstellend, das eines der ersten dieser Art ist. Das Todesjahr Giulio’s ist unbekannt.

Bartsch XII p. 370 ff. beschreibt acht Blätter von diesem Künstler.

Die Geburt Christi, ein Blatt, auf welchem man im Hintergrunde

aucz m;;:h die drei Könige zu Pferde sieht. H. 10 Z., Br. 8 . 8 C]

Dieses Stück eignet Bartsch unserm Künstler zu, weil am Fen- sterladen eines Hauses die Buchstaben F, J, CA. stehen, was nach Bartsch: Fecit Julius Campagnola bedeutet. Ottley (Hist. of engra- ving ete, II. 707 will die Meinung des bezeichneten Schriftstellers nicht theilen, sondern hält das Blatt von einem ältern Meister der Paduanischen Schule gefertiget, der, nach seinem Styl zu urtheilen, ein Schüler des Squarcione war. Ottley legt dieses Blatt dem Hie- ronymus Campagnola bei, dem Vater des Giulio. Brulliot, dict. des monogr. I. 186., dem es auffallend ist, dass Bartsch und Ottley des Monogrammes nicht erwähnen, welches sich auf dem Blatte befindet, hält dasselbe nur für einen retouchirten Abdruck des Meisters mit der Heuschrecke (maître à la sauterelle), denn man sieht dieses Thier zu den Füssen der heil. Jungfrau, ebenso gestaltet, wie auf dem Blatte mit der heil. Familie, die auch Dürer, Israel von Me- cken, Marc-Anton und ein Unbekannter gestochen haben.

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