Calvart, der

Calvart, der, ehrwürdig und gediegen, viel zu wenig gewürdigt und hervorgehoben worden ist, bildete eine Zeit lang eine mit Glück kämpfende Gegenparthei, unterlag aber der vom Zeitgeschmack begünstigten neuen Schule , die allerdings in der Lebendigkeit der Gefühle und im Reichthum einer schwärmerischen Phantasie einen grossen Vorsprung gewann.

Lanzi III. 218 d. Ausg. nennt Calvart einen guten Maler für seine Zeit, verständig in der Perspektive, die er von Fontana erlernt hatte, und einen anmuthigen Zeichner im Geschmack Sabbatini’s. Sein Colorit war im Geschmack der Niederländer, weshalb ihn die Bologner als Hersteller ihrer Schule ansahen, welche in diesem Theile der Malerei gesunken war. Seinen Figuren fehlt es zuweilen an dem erforderlichen Anstand. Er malte viele kleine Bilder auf Kupfer, evangelische Geschichten vorstellend, die in Italien und Flandern Absatz fanden. Mehrere malten auch seine Schüler, die Calvart nur überging, und so werden besonders diejenigen geschätzt, welche Guido und Albani für ihn arbeiteten.

Unter seinen grossen Bildern sind sein S. Petronio und das Fegefeuer alle Grazie sehr berühmt; aus diesen und andern gestanden die besten Carraccisten viel gelernt zu haben.

Die vorzüglichsten Gallerien haben Bilder von Calvart.

E. Sadeler, A. Carracci, J. Curti, J. Matham, Wierx etc. haben nach ihm gestochen.

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