Bückle, Johann Martin

Bückle, Johann Martin, Hofmedailleur, 1742, gest. zu Karlsruhe 1811. Der Sohn eines armen Maurers, musste er, aller Hülfsmittel beraubt, bis in sein 17tes Jahr den Mörtelkübel tragen, wo ihn der Büchsenmacher Ernst Fidler in Ulm auf vier Jahre unentgelt- lich in die Lehre nahm. Er machte in der Profession sich und sei- nem Lehrherrn Ehre, verließ aber denselben nach überstandener Lehrzeit und begab sich nach Augsburg zu Matthäus Bramhuber, ei- nem Büchsen- und Uhrmacher. Hier machte er anfangs Gravüren in Silber, Stahl, Messing, Kupfer etc., lernte bei einem Bild- hauer bosseren und verfertigte Bildnisse, die den Beifall der Ken- ner erhielten. Bei Direktor Nilson nahm er Unterricht im Zeich- nen und bildete sich weiter in der Fertigkeit aus, edle Metalle zu schmelzen, so wie im Schneiden des Stahls u. s. w. Im Jahre 1774 fing er an Medaillenstempel zu schneiden (früher verfertigte er nur Guilloche und stach Wappen auf Silbergeschirr), nahm sich Hedlinger und Schega zum Muster und lieferte bald vorzügliche Arbeiten in seiner Kunst. Sein Ruf wuchs mit jedem Jahre und die Trefflichkeit seiner Arbeiten brachte ihm den Weg als Hofmedailleur nach Karlsruhe , wo er bis an seinen Tod, geachtet von Künstlern und Gelehrten, verblieb. Zu seinen Arbeiten gehören: Schaustück auf die Stadtpfleger Langenmantel und Ammann in Augsburg ;

Medaille auf David von Stetten 1773.

Medaille mit dem Brustbild des Fürsten von Thurn und Ta- xis 1777

Drei grosse Schaustücke mit dem Bildnis des Herzog Carl von Würtemberg 1781;

Eine grosse Medaille für die zur Ermunterung der Künste errich- tete Gesellschaft zu Augsburg 1782.

Auf die Huldigung des Fürsten Karl Anselm von Thurn und Taxis 1780.

Medaille auf die dem Kaiser Leopold II. von der Stadt Regens- burg geleistete Huldigung 1791.

Goldene Denkmünze zum Andenken der fünfzigjährigen Regie- rung des Markgrafen Carl Friedrich von Baden 1796.

Pforzheimer-Medaille auf das fünfzigjährige Regierungs-Jubiläum des Markgrafen Carl Friedrich 1796. Sie ist acht Dukaten schwer.

Friedensmedaille auf das Jahr 1801.

Mehrere Preis- und Verdienstmedaillen.

Eine nähere Angabe seiner Werke S. Kunstblatt 18532 No. 103 (Weyermann).

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