Bruyn, Nikolas de

Bruyn, Nikolas de, Sohn des Abraham, Maler, Zeichner und Kupferstecher , ward um 1537 in Antwerpen geboren, und lernte bei seinem Vater die Kunst, übertraf ihn aber bald. Er arbeitete im gotischen Geschmacke, der sich dem des Lucas von Leyden nähert, erreichte aber dieses sein Muster nicht ganz. Seine Ar- beiten sind trocken, und meistens ohne Wirkung. Er hatte keine Idee vom Hell-Dunkel. In den Köpfen herrscht jedoch Verschie- denheit, und die weiblichen sind selbst nicht ohne Anmuth. Ni- kolaus hatte zweierlei Stichmanieren; die eine mit Strichen von ausserordentlicher Feinheit, die andere mit breiten Strichen, doch ohne Harmonie. Die Werke dieses Künstlers bestehen meistens in grossen Compositionen, die mit dem Namen des Urhebers oder mit einem Monogramme bezeichnet sind. Die geschätztesten sind:

Landschaften und Märkte nach Vinkenbooms; grosse Stücke und

sucht,

Das goldene Zeitalter, Hauptblatt, ein sehr grosses Stück in die Breite, nach A. Bloemaert. Th. de Bry hat es im Kleinen copirt.

Der König Balao mit dem Propheten Balaam sprechend, nach eigener Erfindung; gr. qu. Fol.

Das Gesicht Ezechels von der Auferstehung der Todten, ein grosses Stück in die Breite.

Adam und Eva im Paradiese, gr. qu. Fol.

Das grosse Leiden Christi, 1632.

Die Auferstehung des Herrn, , gr. Fol.

Die grosse Anbetung der Könige, ein sehr grosses Stück in die Breite,

David und Goliath, eine grosse Landschaft, 1600.

Abigail geht dem David entgegen, eine grosse Landschaft, 1608.

Die Königin von Saba bei Salomon, 1621, ein grosses Stück.

Salomons Götzendienst, 1600, ein grosses Stück in die Breite.

Drei Blätter aus der Geschichte der Susanna, gr. Fol.

Orpheus bezaubert die Thiere.

Eine Bauernfamilie mit ihren Kindern.

Johannes in der Wüste predigend, gr. qu. Fol.

Das Wunder im Grabe des heil. Jakob, beide nach L. von Ley- den, gr. Fol.

Das Opfer Abrahams, nach Coninxloo, und die Weissagung Ho- seas, nach demselben, grosse Stücke in die Breite.

Die Hirschjagd, nach J. Breughel, sehr gr. qu. Fol.

Man kennt von ihm auch ein Buch mit vierfüssigen Thieren, 1621, 12 Stücke,

Ein anderes mit Vögeln, 13 Stücke, und ein drittes mit Fischen, 13 Stücke in die Breite etc.

Das reichste Verzeichniss von Blättern dieses Meisters gibt Hei- necke.

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