Broeßes, Johann Baptist, Baumeister und Kupferätzer aus Pa- ris gebürtig, lernte die Architektur bei J. S. Marot, und bei dem- selben ebenfalls die Ätzkunst . Im Jahre 1600 kam er als Inge- nieur-Hauptmann in brandenburgische Dienste und wurde bei Er- richtung der Akademie der Künste zu Berlin Professor der Bau- Kunst. Er entwarf zu vielen großen und öffentlichen Ge- bäuden Pläne, aber die wenigsten scheinen zur Ausführung gekom- men zu sein; er ist daher am meisten durch die Pläne und Auf- risse der vornehmsten k. Schlösser bekannt, die er, um sich bei Friedrich I. zu empfehlen, auf eigene Kosten in Kupfer ätzte. Sie wurden 1733 nach seinem Tode vom Kunsthändler J. G. Merz zu Augsburg in 47 Folioblättern unter dem Titel: Vues des Palais et Maisons de Plaisance de S. M. le Roi de Prusse dessinées et gra- vées etc. bekannt gemacht.
Diese Risse sind nicht genau, weil Broeßes stets die Ideen der Baumeister verbessern wollte, und daher sind die Pläne nur als Produkte seines Eigensinns zu betrachten, in denen man keine
Räienaue Angabe der Details der Gebäude suchen darf. Auch ist
e Sammlung unvollständig, und besonders in der Unterschrift der Namen der Baumeister unsicher. Oft steht statt der Namen der letzteren: Suivant le dessein de Br., oder Br. inv. et fecit. Die- ses ist besonders bei Schlüter’s Entwurf, deh Domplatz zu ver-
schönern und den Dom neu zu bauen, der Fall. Auf vielen Ab- drücken sieht man noch die Spuren des ausgeklupften Namens und statt dessen das: Suivant le dessein de Broeck,
Außerdem stach Broeck auch einige Blätter nach S. Bourdon, für die Cdifices de Rome von Desgodets, Titelkupfer zu Blondels Cours d’Architecture und zu der Art de jeter les bombes.
Im Jahre 1720 wurde er nach Barby berufen, um den von Simo- netti begonnenen fürstlichen Palast zu vollenden. Hier starb der Künstler auch nach einigen Jahren.
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