Breughel oder Breugel, Brughel, Abraham, gennant Rhyn- graf oder der Neapolitaner, ein vortrefflicher Vögel-, Früchte- und Blumenmaler von Antwerpen , gest. 1620. Dieser Künstler, der vermuthlich ein Sohn des Ambrosius Breughel ist, hielt sich in Rom und Neapel auf, und starb auch in letzterer Stadt aus Kummer über den Verlust seines Vermögens. Seine Gemälde sind von grossem Verdienste; die Früchte und Blumen mit Treue und Wahrheit dargestellt. Das Colorit hat noch immer die grösste Wärme beibehalten; dabei herrscht überall eine ungemeine Leich- tigheit und Bestimmtheit in der Ausführung. Luca Giordano liess öfter seine Gemälde mit Blumen und Früchte von diesem Künstler auszieren.
Abraham soll auch mehrere Blätter geätzt und in Holz geschnit- ten haben, aber man kann keines mit Sicherheit angeben. In der Gallerie zu Neapel sind zwei wunderliche Bilder von ihm: Einem Mönche wird der Sack abgeschnitten, mit der Inschrift in hollän- discher Sprache: Weil die Welt so ungetreu, darum geh’ ich in die Reu; ferner sechs Blinde, die hinter einander in einen Fluss stürzen, nach von der Hagen (Briefe III. 180) zur Widerlegung des Aberglaubens, dass die aus dem gelobten Lande heimkehren- den Pilger mit geschlossenen Augen gehen konnten, ohne zu irren.
Sein Sohn und Schüler Kaspar arbeitete in gleicher Kunst.
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