Brea, Ludovico, Maler von Nizza , der im 15. Jahrhunderte in Ligurien eine Schule eröffnete, und gleichsam als der Urvater der alten Genueser Schule gilt. Orlandi lobt diesen Künstler über alle Maßen, letzterer bleibt aber, nach Lanzi’s Urtheil, im Geschmacke hinter den besten Zeitgenossen der übrigen Schulen zurück, indem er Vergoldung liebt und in der Zeichnung trockener ist, als sie. Dennoch steht er an Schönheit der Köpfe und Lebhaftigkeit der Farben, die noch fast unverletzt stehen, wenigen nach. Auch im Faltenwurf und in der Zusammenstellung ist er gut, und in den Bewegungen rüstig. In grosse Verhältnisse wagt er sich nicht; in kleinen, wie in einem Kindermorde zu S. Agostino, ist er tüchtig. Sehr gelobt wird sein Johannes im Oratorio der Madonna di Savona , im Auftrag des Cardinals della Rovere gemalt. Dieses große Bild trägt die Jahrszahl 14900. Ein Bild in S. Maria della Consolazione zu Genua , welches eine Himmelfahrt vorstellt, hat eine Inschrift, in welcher man liest: Petrus de Fatis Divino munere fecit hoc opus impingi Ludovico Niciae Natus. 1483. die 17. August; und ein anderes Gemälde derselben Stadt, in S. Maria de P. Domenicani ist bezeichnet: Ludovicus Brea Niciensis faciebat anno 1513. Soprani schliesst daraus, dass Brea von 1483 — 1513 in Genua gewohnt habe. Das Jahr 1483 scheint nicht das Geburtsjahr des Künstlers zu sein, denn er konnte als siebenjähriger Knabe nicht das Bild in Savona gemalt haben; der 17. August ist daher wahrscheinlich nur der Tag, an welchem der Donator das Bild beim Maler bestellte. Ob sich Brea während dieser Zeit in Genua aufgehalten, ist ebenfalls zweifelhaft, indem man kein Gemälde dort von ihm findet, welches mit einer zwischen 1483 — 1513 liegenden Jahrszahl bezeichnet ist. S. Lanzi III. 248: d. Ausg. und daselbst die Aumerkung von Quandt;
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