Braeck, J. Joseph — geschickter Stempelschneider , geb. zu Gent 1706, machte seine ersten Studien auf der Akademie dieser Stadt, und ent- schied sich vorzugsweise für die Gravierkunst, worin er eine rühmliche Stufe erreicht hat. Später liess er sich in Brüssel nieder, um auf der Akademie, unter der Leitung des Professors Verhulst, seine Studien fortzusetzen, die er in Paris und Rom vollendete. Seine erste Kraft versuchte er in verschiedenen Münzen für Private, die ihrer Trefflichkeit wegen bald die Aufmerksamkeit der Administra- tionen und der Regierung auf sich zogen. Für die Stadt Brüssel schnitt er die Medaille, welche die Bürger erhielten, die die Na- tionalgarde bildeten. Auch erhielt er einen Auftrag, für die Aka- demie der Wissenschaften die grosse Medaille zu fertigen, womit entweder das Verdienst gekrönt oder aufgemuntert wird. Sie trägt auf der einen Seite das Bildnis des Königs und auf der andern die Worte: Palma academ., regiae scient. et litter. Bruxell. ex largit. princ. Auch seine Vaterstadt Gent beehrte den Künstler mit Auf- trägen. Er verfertigte eine schöne Münze für den akademischen Senat, und für die Regentschaft eine solche auf die Grundsteinle- gung der Universität. Die schöne Belobungsmedaille, welche 1819 bei der ersten Industrieausstellung zu Gent verliehen wurde, ist in De Bast’s annales du salon de Gand abgebildet.
Andere treffliche Medaillen sind: die auf das Freimaurerfest, welches 1825 im Haag gefeiert wurde; die Medaille auf die 50jäh- rige Hochzeit des Herrn Willink; und die Denkmünze auf den Canal von Neuzen, abgebildet im Messager de Gand 1830, S. 5337.
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