Bouchet, Louis-André-Gahriel

Bouchet, Louis-André-Gahriel, Historienmaler zu Paris , Schü- ler von David, ein geschickter Künstler. Er erhielt 1797 den er- sten großen Preis der Akademie, und begab sich hierauf nach Rom , um an den Meisterwerken dieser Stadt seine Bildung zu vollenden. Mehrere seiner Bilder, die er seit dieser Zeit ins Publikum brachte, zeigen den Künstler von Geschmack und Talent. Besonders rühmt

Nagler’s Künstler-Lex, 1. Bd. 6

Kirche der Invaliden, die den Ruhm ihres Urhebers so sehr er- höhten, dass ihm der König auftrug, die Kapelle von Versailles mit einer Verkündigung zu schmücken (gestochen von Desplaces), und ihn die Akademie 1722 zum Direktor ernannte. In eben diese- rem Jahre erhielt er auch das Ordensband des heil. Michael und einen Adelsbrief mit dem Titel eines ersten Malers des Kö- nigs, nachdem die Stelle desselben durch A. Coypel’s Tod erledigt war.

Boullogne hatte das Glück, seine Werke von den berühmtesten Kupferstechern vervielfältigen zu sehen, denn es wurden nicht nur seine Votiv-Bilder in Notre-Dame, sondern auch zwei andere große Blätter, die er für das Chor gemalt: eine Flucht nach Ägypten und eine Reinigung Mariä, in Kupfer gestochen, und zwar die letzte von der Hand Drevet’s, dessen meisterhaftes Blatt allein hinreichend wäre, den Namen von Boullogne der Ewigkeit zu sichern.

Folgende Stücke hat er selbst radirt:

Ein Engel, der den Jesuskind einen Vogel an einem Faden hält, 4. ;

Eine andere mit dem Jesuskind und dem kleinen Johannes, als Gegenstück.

Den toten Heiland von den heiligen Frauen und den Jüngern umgeben, Fol. ;

Die Marter des heiligen Petrus, Fol.

Die Marter St. Pauls, Fol.

Die Geisselung des heil. Andreas, nach P. Veronese, Fol.

St. Bruno, Fol.

Eine römische Charitas, Fol.

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