Böttner, Wilhelm, Historien- und Portraitmaler zu Cassel, geb. zu Ziegenhayn 1752, gest. 1805. Er kam schon 1776 in Tischbeins Schule, und begab sich nach Paris , wo er mit Beifall arbeitete, und im Jahre 1776 die grosse Medaille in der Zeichenkunst erhielt. Im folgenden Jahre reiste er nach Rom , wo er durch die Güte des Landgrafen mehrere Jahre lang eine Pension genoss. Erst im Jahre 1781 kehrte er nach Cassel zurück, und ward Mitglied der Akademie. Auf einer zweiten Reise nach Paris (1785) ernannte ihn der Churfürst zum Hofmaler , 1780 zum Professor der Akademie, späterhin zum Rath und endlich zum Direktor , als der alte Tischbein gestorben war (1805).
Böttner verfertigte nicht gar viele historische Werke, denn er widmete sich mehrere Jahre fast ausschliessend der Portraitmalerei, was um so mehr zu beklagen ist, da er im historischen Fache Treffliches leisten konnte. Göthe gedenkt in seinem Winckelmann Böttners Jupiter und Ganymed mit grossem Lobe. Leichtigkeit der Zeichnung , Lebhaftigkeit des Colorits und graziöse Drapirung sind Vorzüge seiner Bilder. Zu seinen übrigen rühmlichen historischen Arbeiten gehören: Ikarus; Medea ’s Abschied von ihren Kindern
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