Borzone, Luciano — ein Genueser

Borzone, Luciano — ein Genueser, geb. 1500, gest. um 1660, Schüler des Ph. Bertolotto und hernach des C. Cortese. Er erwarb sich schon in seinem 16. Jahre durch kleine Bildnisse für Ringe den Ruf eines geschickten Malers, wagte sich aber später an Kirchen- und Gallerie-Bilder, und zeigte sich auch hierin als guter und erfindungsreicher Künstler. Das Verdienstlichste bleiben immer die

« Köpfe, welche er als guter Bildnissmaler, oder, wenn man will, als Naturalist, der mehr auf Wahrheit, als Gewähltheit sieht, dar- stellt. Auch die Falten seiner Gewänder sind wahr und einfach, und durchhin sucht und erreicht er in seinen Arbeiten eine das Auge hinlänglich befriedigende, wenn auch nicht Guercinische Wirkung. Dabei vereint er auch die Einfachheit in den Stellungen, und glückliche Wahl in der Composition mit Anmuth und lieblichem Farbenzauber, so dass man ihn unter die achtungswürdigsten genuesischen Maler zählen muss. Borzone verlor das Leben durch einen Fall von dem Gerüste, als er an dem Gewölbe der Kirche della Nunziata arbeitete.

In S. Spirito befinden sich von diesem Künstler sechs Bilder, unter denen besonders die Taufe Christi gerühmt wird. Eines seiner wichtigsten Werke stellt den heil. Hieronymus vor, den er für den Cardinal Lenio di S. Cecilia verfertigte, ein Gemälde, das der Dichter Chiabrera besang und Guido Reni bewunderte. Borzone hatte auch eine blühende Schule, und zog zwei Söhne für die Kunst, welche nach seinem Tode einige Gemälde von ihm so vollendeten, dass sie ganz von ihm gemalt schienen. Lanzi II. 284 d. Ausg. Fiorillo II, 895.

Borzone radirte auch einige Blätter:

Die Befreiung Petri, 4.

Prometheus vom Geier zerfleischt, 4.

Spielende Kinder, 4.

Das Bildnis Giustiniani’s, 4.

Einige Marien und andere geistliche Gegenstände in 8.

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