Borcht, Peter van der, Maler und Kupferätzer, geb. zu Brüssel um 1540, gest. . Er malte anfangs Historien und auf Glas, verlegte sie aber nachher besonders auf das Landschaftsmalen, und lieferte hierin Bilder, die in Flandern sehr geachtet werden. Man glaubt, er sei aus der Familie des Heinrich van der Borcht.
Peter radirte verschiedene Stücke nach eigener Erfindung. Man tadelt die Magerkeit seiner Figuren und die Unrichtigkeit der Zeichnung, lobt aber die Leichtigkeit der Erfindung und den Aus- druck der Köpfe. Weniger glücklich ist er in der Vertheilung der Gruppen.
Seine Arbeiten sind sehr zahlreich; als die vorzüglichsten be- zeichnet Rost V. 326 folgende:
Die Geschichte von Ehas und Elisa , oval in qu. 4.
Dieses Werk ist mit einem Monogramme bezeichnet und ge- stochen, weshalb Brulliot Dict. des monogr. I. No. 1005
Jaubt, dass selbes nicht unserm Künstler angehöre, da alle
blätter desselben geätzt, und mit dem ausgeschriebenen Namen bezeichnet sind. Dieser Schriftsteller hält die Blätter für Ar- beit des Hieron. Wierix.
Eine Folge von Landschaften mit Gegenständen aus dem alten
und neuen Testamente, qu. Fol:
Ländliche Belustigungen ; Corn. van Tienen exc., qu. Fol. Id. exc.
Ein Fest der Schützengesellschaft; qu. Fol. Id. exc.
Eine Landschaft mit der Geschichte der Hagar und Ismaels, ,
qu. Fol.
Ecclesiae sacrae et praecipuis utriusque testamenti historiis con-
cinnata, et a Petro van der Borcht aeri incisa. Amst. Fol.
Ovid’s Verwandlungen, 178 Blätter, qu. 4.
Peter van der Borcht hat auch in Holz geschnitten, und er ist wahrscheinlich derjenige Formschneider, dessen Papillon I. 136 er- wähnt, und den Heller S. 140 erdichtet glaubt. Er hatte ebenfalls einen Bruder oder Onkel Namens Paul, der die Holzschneider- kunst übte. Einer von Beiden ist sicher der Graveur des Pa- pillon.
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