Bonnefond, Maler zu Lyon , und Schüler der Schule dieser Stadt, hat sich durch seine Werke, die in Genrestücken bestehen, einen großen Namen gemacht.
In seinen ersten Gemälden ahmte er die materielle Natur mit sclavischer Treue nach, und erst unter Italiens Einfluss erkannte er das Ziel seiner Kunst und den dahin führenden Weg: er fühlte, dass die Nachahmung der materiellen Natur nur dann Werth habe, wenn sie dem Ausdruck des Geistigen hinlänglich untergeordnet und gleichsam davon durchdrungen ist. Er suchte die dichterische Kraft seines Geistes zu stärken, und opferte die mühsam erworbene Technik; denn es überstieg seine Kraft, bei der Nachahmung des kleinsten Details zu gleicher Zeit den poetischen Ausdruck seiner Figuren in solchem Grade zu steigern. So brachte er denn Harmonie in seine Gemälde. Unter diesen erregten besonders Aufsehens: die kleinen Savoyarden, 1810; ein junges Weib, mit ihrer Familie auf der Pilgerschaft, liegt vor Mattigkeit und Hitze ent- kräftet am Boden, ; der Hufschmied, u. a.
In der Gallerie der Herzogin von Berry sind mehrere Bilder von der Hand dieses Künstlers, und darunter auch die Chambre des petits Savoyards, das oben erwähnte treffliche Stück, dessen Com- position durch das von Bonnemaison herausgegebene Gallerie- Werk bekannt ist.
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