Cipriani, Johann Baptist

Cipriani, Johann Baptist, Maler und Kupferstecher , geb. zu Flo- renz 1732, gest. zu London 1785, oder wie Lanzi angibt, gegen 1790. Sein Vater, ein Pistojeser, der sich in Florenz niederlassen, brachte ihn zu Gabbiani, unter dessen Leitung er solche großen Schritte machte, dass er schon in jungen Jahren sich Ruf erwarb, den er bereits 1750 in Rom durch geschmackvolle Arbeiten noch erhöht hatte. Nun ging er von seinem Ruhme begleitet nach London , und wurde hier eines der ersten Mitglieder der k. Akademie. Die Engländer fanden viel Geschmack an seiner Art zu malen. Seine Historien sind von einer edlen Zeichnung und von angenehmem Colorite, seine Köpfe geistreich und lieblich und in allen seinen Werken zeigte sich ein zarter Schönheitssinn, den er sich durch das Studium der Antiken erworben. In späterer Zeit trat er, an- gereizt durch die Bekanntschaft mit Bartolozzi, auch mit Glück als Kupferstecher auf, und arbeitete sowohl nach eigener, als nach fremden Erfindungen, nicht selten mit Meisterhand. Besonders zu erwähnen sind:

Die seltenen Porträts aus Cromwells Zeit; fol.

Eine Mutter mit dem Kinde, nach eigener Erfindung; fol.

Der Tod der Cleopatra, nach B. Cellini.

Das Pfingstfest, nach Gabbiani in der Raccolta de cento pensieri, in getuschter Manier; oval in fol.

Eine Abnehmung vom Kreuze, nach Van Dyck, wo man folgende

Worte liest: Vois ce qu’il en couta à un reformateur. Dieses

Blatt ist sehr selten.

Es wurde auch sehr vieles nach Cipriani gestochen, namentlich von Bartolozzi.

Heinecke und die Gantkatologe von Brandes und Winkler ver- zeichnen die von ihm gestochenen Blätter. Fiorillo V, 6903. ver- zeichnet mehrere seiner Malereien in England, unter diesen sind die Deckenstücke in Queens-House, zu Landsdown und zu Mel- bourn- (jetzt York) House besonders zu erwähnen. Die geschicht-

Im Vorstellungen im Palaste Walpole waren seine letzten Ar- beiten.

Schliesslich erwähnen wir noch die artigen Zeichnungen, die er für Ariosto’s Orlando furiosa fertigte.

Cipriano Galgani — ein geschickter Kupferstecher von Siena, der sich unter dem berühmten Rafael Morghen zum Künstler bildete. Er machte sich schon zu Anfang unseres Jahrhunderts bekannt, und 1808 nahm ihn die Akademie zu Neapel unter die Zahl ihrer Pro- fessoren auf. Von den Werken dieses Künstlers, die sich durch Reinheit des Stils und durch Kraft des Vortrages auszeichnen, er- wähnen wir:

Das Ecce homo, nach Guido Reni; fol. Die Agostina Petrus und Paulus: Quomodo gentes cogis judaica- re? fol. Die ersten Abdrücke vor der Schrift sind selten (10 fl. 48 kr.). Das Bildnis des Galileo Galilei, nach J. Sutermans; kl, fol. Johannes in der Wüste, nach Titian; fol. Dieses Blatt erschien 1826.

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