Cima’s bestes Bild ist nach Lanzi II. 42. im Dome zu Parma, und an einem andern in S. Maria dell’ Orto rühmt er die Anmuth in den Köpfen und der Färbung. In der Gallerie zu Parma ist eine treffliche Madonna in der Herrlichkeit. In der Brera zu Mailand ist Petrus mit den Schlüsseln auf dem Throne sitzend

Cima’s bestes Bild ist nach Lanzi II. 42. im Dome zu Parma, und an einem andern in S. Maria dell’ Orto rühmt er die Anmuth in den Köpfen und der Färbung. In der Gallerie zu Parma ist eine treffliche Madonna in der Herrlichkeit. In der Brera zu Mailand ist Petrus mit den Schlüsseln auf dem Throne sitzend, prächtig angethan und höchst würdig. An den Stufen sitzt ein zur Cithersingender Engel von unendlicher Lieblichkeit. Die Farben länzen wie neu. In der Carthause bei Pavia sind noch Altarbilder von ihm. In der Gallerie der Akademie zu Venedig bewahrt man von Cima eine Madonna auf dem Throne aus der Kirche della Carità. Um die Madonna herum stehen die Heiligen Sebastian, Georg, Nikolaus, Katharina und Lucia und zwei musicirende Engel. Der heil. Georg hat auffallende Ähnlichkeit mit dem Christus in der Dresdner Gallerie, so dass man das eine und dasselbe Modell vermuten möchte, obgleich unter letzterem der Name Bellini steht. In der königl. Gallerie zu München ist die heil. Jungfrau mit dem Jesuskinde, zur Seite St. Hieronymus und die heil. Magdalena, halbe Figuren in Lebensgröße, ein treffliches Bild, und eines der vorzüglichsten dieses Künstlers, das früher für ein Werk des Giov. Bellini galt, ist in der Dresdner Sammlung. Es stellt die kleine Maria vor, welche vom Hohenpriester am Eingange des Tempels empfangen wird. Das berühmte Bild des Titian, das denselben Gegenstand vorstellt, hat mit diesem in der Composition viel Ähnlichkeit.

Die Nachrichten über diesen Künstler reichen bis 1517. Das Bild im Dome seiner Vaterstadt von 1595 nennt Lanzi ein Jugendwerk,

und den Tod Cima’s lässt er in dessen männlichem Alter erfolgen.

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