CHVBÜGÜ, Ferdinand

CHVBÜGÜ, Ferdinand, Bildhauer, Maler aus Turin , der sich in un- sern Tagen einen Ruf erworben. Er ist 1704 geboren und mit so glücklichem Talente für die Malerei begaht, dass er bereits in sei- nem 18. Jahre mehrere Preise davon getragen hatte, worauf er zu sei- ner vollkommenen Ausbildung nach Rom ging. Hier übte er sich un- ermüdet nach den besten Mustern, und suchte hierauf in eigenen Com- positionen seine Kunst zu bewähren. Ein Bild, das besonders an- spricht, ist die unglückliche Cenci, in dem Außenblicke, da sie das Schaffot besteigt. Das Bildniss ist ausserordentlich wahr und schön in den Zügen, das reizende in Angst verbleichte Gesicht ist mit einem tiefen Gefühl und mit zarter Rührung aufgefasst und darge- stellt, und ergreift den Beschauer mit theilnehmender Empfindung. Die Kleidung, Mantel, Schleier, sind mit grossem Geschmacke, vio- ler Leichtigkeit und Freiheit behandelt, und über das Ganze ist ein harmonischer Ton verbreitet. Eine andere Vorstellung dieses Künstlers, von gewaltigem Effekte, ist der schreckliche Brand der Paulskirche zu Rom.

Cavalleri malt auch Portraite und Familiengemälde, die alle das Gepräge der Wahrheit und Natur haben. Nur in der Färbung ist etwas Conventionelles. Im Jahre 1832 wurde sein Portrait des Marchese Crosa di Vergagni sehr gerühmt und in den Bildnissen Carl Albert’s von Sardinien und seiner Gemahlin hat sich der Künst- ler selbst übertroffen, wie italienische Kunstrichter sagen. Er malte auch den Pabst Gregor XVI. für den bezeichneten Marchese. Be- sonderes Lob erhielt 1852 auch das Portrait der jungen Albaneserin in natürlicher Grösse, und gerühmt wurde auch jenes des Profes- sors Amadeo Savy, meisterhaft in Farbe und Behandlung, voll Grazie und Schönheit. Cavalleri ist auch Akademiker von St. Luca.

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