Choffard, Pierre-Philipp, Zeichner und Stecher mit der Nadel und dem Grabstichel, geb. zu Paris 1756 (nach Einigen wohl irrig 1730), gest. 1800. Dieser sowohl als Künstler wie als Mensch geachtete Mann bildete sich selbst als Waise durch das Studium nach den besten Werken und zeichnete sich vorzüglich in allegorischen Ornamenten aus, die er mit ungemeinem Geiste und Geschmacke darstellte. Seine Compositionen bieten Reichthum und Mannigfaltigkeit dar, sowohl in kleinen als in grossen Darstellungen; denn sein Talent beschränkte sich nicht allein auf die Vignette und kleinen Sujets. Auch in Führung seines Instrumentes besass dieser Künstler grosse Fertigkeit, ebenso war er im Wissenschaftlichen seiner Kunst wohl erfahren. Man hat von ihm eine Notice historique sur l'art de la gravure 1805; 8.
Zu seinen vorzüglichsten Werken gehören:
Eine der grossen chinesischen Schlachten, unter Cochin’s Direction gestochen. 5S. Atliret.
Der leukadische Felsen, 1766.
Typographische Verzierungen für die Sammlung der in Kupfer gestochenen Abbildungen aus dem Cabinet d’Orleans.
Die Blätter des Herkulanums für de St. Nons malerische Reise in Italien , für Lafontaine’s Erzählungen, für die Metamorphosen des Ovid und die Geschichte des Hauses Bourbon.
Die Stiche für J. J. Rousseau’s Héloïse.
Zwei Ansichten des neuen Platzes zu Rheims; die Figuren von Cochin; gr. qu. fol.
Vier Ansichten von Bordeaux , nach Bassemont; 1755 gestochen; qu. d
Ansicht der Börse zu Dünkirchen ; qu. fol.
Ansicht der Cascade zu Brumoy, nach Gravelot; qu. fol.
Große Ansicht der Brücke Orcans, nach Desfriches.
Zwei Hefte mit Blumen, nach Bachelier; 4.
Zwei artige aber etwas freie Stücke: les amours champêtres et les amans surpris, nach Baudouin; fol.
C. M. de la Condamine, nach Cochin 1758; 4.
Die Vignetten für Chateaubriand’s Atala, Rousseau’s Werke, die Prejuges militaires und eine Unzahl von ähnlichen Gegenständen für verschiedene andere literarische und kunsthistorische Werke. Joubert, Huber und Rost VIII, 238, Gabet.
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