Chaudet verfertigte auch für den gesetzgebenden Corps die Statue des Kaisers und Büsten desselben, die ihm

Chaudet verfertigte auch für den gesetzgebenden Corps die Statue des Kaisers und Büsten desselben, die ihm, so wie jene der Kaiserin, grossen Beifall erwarben. Eine colossale Statue Napoleons, von diesem Künstler gefertigt, ist auch im königl. Museum zu Berlin .

Einige seiner Basreliefs sieht man am Plafond des zweiten Saales im französischen Museum, die Malerei , Sculptur und Architektur vorstellend. Im Innern des Louvre ist von ihm ein allegorisches Basrelief, welches die Dichtkunst vorstellt. Besonders zu erwähnen sind noch die Statue des Cincinnatus, welche in dem Versammlungssaale des Senates aufgestellt wurde, die des Generals Du Gommier, beide in Marmor; der Frieden, eine silberne Statue von sechs Fuss Höhe für den Palast der Tuilerien; die zarte Marmorgruppe von Paul und Virginia; die Büsten von Sebastian Bourdon, Belisarius in Bronze, Malesherbes, Denon, Fourcroy, Card. Mauri, Sabathier, David Leroi u. s. w. Die beiden letzteren gehören zu Chaudet’s berühmtesten Werken.

Im Luxembourg ist von diesem Künstler ein Gemälde, das ein treffliches Talent für diese Kunst verräth. Es stellt Aeneas mit An- chises vor, der aus dem brennenden Troja flucht. Man rühmt da- ran die schöne Composition, die richtige Zeichnung und den in Napoleons Geist gemalten Kopf der Creusa. Seine Ideen sind über-

hauptfächlich sein Stil der Plastik rein und die Ausführung meisterhaft. In der Schönheit der Form nähert er sich der Antike.

Überdies finden sich von ihm auch schöne Zeichnungen. Treff- lich ist diejenige, welche die tröstende Freundschaft am Eingange des Gefängnisses vorstellt und ein Hauptwerk der Zeichenkunst: der Triumph der Psyche, welcher verschiedene Völker der Erde gött- liche Ehre erweisen. Andere seiner Zeichnungen wurden für die Didot’sche Prachtausgabe des Racine gestochen. Er zeichnete auch eine Menge Darstellungen zu Medaillen für die Histoire numisma- tique de l’Empereur Napoleon.

Chaudet nahm als Mitglied der vierten Classe des Instituts auch Anteil an dem Dictionnaire de la langue des beaux arts. Er war ein geistreicher Mann und von großem Ehrgeiz, der ihm vielleicht das Leben kostete. Er wurde nämlich mit noch andern Künstlern nach Compiegne gerufen, um verschiedene Arbeiten auszuführen. Als er hier ankam, fand er bereits einen andern mit dem Brust- bilde der Kaiserin beauftragt, und dieser Umstand soll so heftig auf seine zarte Organisation gewirkt haben, dass er kurze Zeit darauf in demselben Orte in die Grube sank.

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