Chatillon, Heinrich Wilhelm, einer der vorzüglichsten französi- sischen Kupferstecher , wurde 1780 zu Paris geboren. Er lernte die Zeichenkunst bei Girodet und machte auch in der Malerei erfreu- liche Fortschritte, wählte aber die Kupferstecherkunst zu seinem Hauptfache, worin er von Girardet unterrichtet wurde.
Chatillon lieferte mehrere Blätter, die ihm die allgemeine Achtung des In- und Auslandes erwarben, denn man erkennt in seinem geist- reichen und kraftvollen Stich den genialen Künstler. Er ist ein treff- licher Zeichner, und auch Professor dieser Kunst an der Militärschule zu Versailles . Ebenfalls als Lithograph ist Chatillon zu erwähnen. Unter die Erzeugnisse dieser Art gehören vier Blätter mit Mars, Bacchus, Bellona und Pomona, nach den Gemälden Girodet’s im Schlosse zu Compiegne.
Von seinen Stichen zeichnen sich besonders aus:
Endymion, nach Girodet. H. 20 Z., Br. 19 Z.
Die ersten Abdrücke sind mit der Dedication mit unausgefüllter Schrift, die zweiten mit der schwarzen Schrift, und in den dritten ist die Blösse des Endymion durch ein Wölkchen bedeckt.
Offrande à Esculape, nach Gucerin. H. 19 Z., Br. 15 Z.
Man hat Abdrücke vor der Schrift, solche mit der Dedication und der lettre grise, und dritte mit voller Schrift.
Die heil. Familie, nach G. Romano, für das Musée Laurent.;
Madonna del Pesce, nach Rafael, ein reizvolles Blatt; fol.
Der Erzengel Michael, nach demselben Meister; fol.
Dieser Stich übertrifft die gleichen vom Larmessin, Rousselet und Folo weit.
Frankreich übergibt das Testament Ludwigs XVI. der Unsterb- lichkeit; fol.
Mehrere Statuen nach der Antike und andere Blätter für die Galerie du Musée, von Robillard und Laurent.
Die Blätter in den Werken des Anacreon, der Sappho, des Mo- schus u. s. w. nach Gloriet’s Zeichnung.
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