Chatelain, Johann Baptist

Chatelain, Johann Baptist, Zeichner und Stecher mit der Nadel

und dem Grabstichel, geb. zu London um , gest. daselbst 1771.

Er war ein Mann von bizarrem Charakter, aber ein Künstler von

hervorstechendem Talente, und besonders ausgezeichnet in der Land-

schaft. Seine Blätter sind mit Geist und Freiheit behandelt, und

die meisten nach fremden Meistern, besonders nach Poussin. Sie

machen einen Teil der 44 Landschaften aus, welche Boydell 1747

herausgab. Mehrere Landschaften hat er auch nach eigener Erfin-

dung geätzt, die dann Houston in schwarzer Kunst vollendete.

Er hat auch einige Schüler gebildet, von denen ihm Vivares be-

sonders Ehre macht. Mit diesem arbeitete er gemeinschaftlich, und

liess mehrere seiner Blätter unter dem Namen des Schülers

erscheinen.

Man schildert ihn als einen Mann von rauhem Charakter, der

nicht eher arbeitete, als bis er Geld brauchte. Zu seinen besten

Werken gehören, ausser den erwähnten Arbeiten für Boydell, noch:

Die schöne Landschaft nach P. da Cortona, unter welcher die

Worte stehen: Suivez-moi, je vous ferai pecheurs d’hommes,

1766; gr. qu. fol.

Eine grosse Landschaft mit einem Landsturme und der Geschichte

von Piramus und Thisbe, nach Poussin, in gleicher Grösse.

Eine andere schöne Landschaft mit der Ansicht vom Castel Gan-

dolfo; Fr. Bolognese pinxit.

Diese drei heroischen Landschaften kamen 1766 zu London bloss

mit dem Namen des Chatelain heraus; später hat man den von

Vivares hinzugefügt,

  • Zu erwähnen sind noch :

Die vier Tageszeiten, von Houston in Schwarzkunst nach seinen Aetzungen gefertiget; qu. fol.

Elf Blätter nach Marco Ricci, in der bezeichneten Sammlung Boydell’s, in welcher man neben den Blättern nach Poussin noch einige andere von Chatelain findet,

Eine italienische Landschaft, nach C. Lorrain, mit Vivares gestochen;

Die Landschaft mit dem viereckigen Turme, nach Bourguignon;

Die Landschaft mit einem Dorfe, nach Rembrandt, etc.

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