Chardin malte Thiere, Früchte, halbe Figuren, Familienscenen, alles mit ausserordentlicher Naturtreue, mit Zierlichkeit und lebens- warmer Farbe. Seine Werke sind beliebt und in den besten Cabi- neten zu finden; denn sie sind mit Treue und Anmuth der Natur nachgeahmt, sowohl im Ausdrucke, als im Colorite, und jedes mit zartem und feinem Pinsel behandelt. Die Kunst, Gegenstände von einer und derselben Farbe durch die verschiedene Nuancierung der Töne von einander abzusondern, besass er in hohem Grade. Er ist unter seinen Landsleuten der erste gewesen, welcher die seither so beliebte Gattung der Gesellschaftsstücke in Schwung brachte.
Diderot und auch Watelet und Levesque sprechen mit grossem Lobe von ihm. Heinecke führt eine Menge nach ihm von den besten Meistern gestochener Blätter an. Sein Bildnis mit der Brille auf der Nase, welches er selbst noch in seinem siebenzigsten Jahr gemalt hatte, hat Chevillet gestochen.
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